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Brandenburg Brandenburg – die unbekannte Größe
Brandenburg Brandenburg – die unbekannte Größe
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12:33 01.12.2017
Die aktuelle Einwohnerzahl Brandenburgs ist zurzeit unbekannt. Quelle: Julian Stähle
Potsdam

Das Statistikamt hat mit einer bundesweiten IT-Panne zu kämpfen, weswegen die Ermittlung der Einwohnerzahlen um sechs Monate im Verzug ist.

Die Folge: Im neuen statistischen Jahrbuch sind exakt jene Geburten-, Sterbe-, Zuzugs- und Wegzugszahlen zu finden wie im Jahrbuch des Vorjahres.

„In der gesamten Bundesrepublik gibt es gegenwärtig einen Verzug in der Bevölkerungsstatistik. Das betrifft alle Bundesländer, nicht nur Brandenburg“, erklärt Jürgen Paffhausen vom Statistikamt Berlin-Brandenburg. Wegen des neuen E-Government-Gesetzes des Bundes hätten Übermittlungsstandards angeglichen werden müssen, ein neues IT-Verfahren sei nötig gewesen, obwohl das alte Verfahren verlässliche Daten geliefert habe, so Paffhausen. Deswegen seien von den Einwohnermeldeämtern zum Teil falsche Datensätze geliefert worden. Aufschluss darüber, wie viele Märker es tatsächlich gibt, soll es nun erst Mitte Januar 2018 geben - ein halbes Jahr später als üblich.

Die aktuellsten Daten stammen vom Oktober 2016. Demnach leben in der Region Berlin-Brandenburg inzwischen mehr als sechs Millionen Menschen. Berlin hat jetzt fast 3,6 Millionen Einwohner, Brandenburg liegt knapp unter der 2,5 Millionen-Marke.

Obwohl es in Brandenburg einen Geburtenrekord gibt - 20.100 Kinder wurden geboren - gab es knapp 30.000 Todesfälle. Der Sterbeüberschuss lag bei 9900 Personen. In Berlin gab es dagegen im zehnten Jahr in Folge einen Geburtenüberschuss.

Baulandpreise zweistellig gestiegen

Die Preise für Baugrundstücke sind im Land Brandenburg auf Rekordniveau gestiegen. Nach einem Plus um 16 Prozent im Jahr 2015 seien die Preise vergangenes Jahr um weitere elf Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Berlin-Brandenburg am Freitag in Potsdam bei der Vorstellung seines jüngsten Jahrbuches für Brandenburg mit. Im Durchschnitt wurden 63 Euro pro Quadratmeter für unbebautes Bauland gezahlt, das sei ein Höchstwert seit Beginn der Statistik 1991, sagte der Chef des Amtes, Rudolf Frees.

Von Torsten Gellner

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