Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Brandenburg erhöht Sicherheit am Flughafen Schönefeld

Mehr Körperscanner nach Bombenbauer-Festnahme Brandenburg erhöht Sicherheit am Flughafen Schönefeld

Nach der Festnahme des Bombenbauers in Leipzig wird auch in Brandenburg die Sicherheit erhöht. Am Airport Schönefeld soll nun der Einsatz von Körperscannern ausgeweitet werden. Beim BER sind diese später Standard. Doch es gibt ein Aber, weshalb man auf die alte, bewährte Technik nicht verzichten kann.

Voriger Artikel
Es gibt mehr Geld für Musikschulen und Sport
Nächster Artikel
Ex-Bereichsleiter am BER muss ins Gefängnis

Eine Frau befindet sich in einem Körperscanner und wird durchleuchtet.

Quelle: dpa

Potsdam. Auch nach der Festnahme eines syrischen Bombenbauers in Leipzig herrscht an den Flughäfen Tegel und Schönefeld erhöhte Wachsamkeit. „Die Kollegen sind sensibilisiert, da die abstrakte Bedrohungslage weiterhin hoch ist“, sagt der Sprecher des Potsdamer Polizeipräsidiums Torsten Herbst. Nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes hatte der festgenommene Syrer Dschaber al-Bakr einen Anschlag auf den Flughafen Tegel oder Schönefeld geplant.

Die Bundespolizei, die für die Sicherheit innerhalb des Flughafengeländes zuständig ist, erklärte, die Sicherheitsvorkehrungen seien auf „anhaltend hohem Niveau“. Der Sprecher der Bundespolizei wollte nichts Näheres zu möglichen Änderungen bei der Gefahrenabwehr an den beiden Flughäfen sagen. „Das dient auch Ihrer Sicherheit“, fügte er hinzu.

Mehr Körperscanner sollen mehr Sicherheit bringen

Am Flughafen Schönefeld, für dessen Umfeld einschließlich des Vorplatzes die Brandenburger Landespolizei zuständig ist, sind die Stichprobenkontrollen anreisender Busse zurückgefahren worden. Bis Sonntag waren etliche Zubringerbusse angehalten, die Reisenden und ihr Gepäck gefilzt worden – die Polizisten suchten den flüchtigen Bombenbauer.

Am Airport Schönefeld soll nach Auskunft der Landesregierung der Einsatz von modernen Körperscannern ausgeweitet werden. Derzeit sind drei solcher Geräte im Einsatz. Beim anstehenden Umbau des Terminals D sollen weitere Geräte eingebaut werden, wie aus einer Antwort der Landesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der CDU hervorgeht. Am neuen Flughafen BER sollen Körperscanner Standard sein: 29 Geräte sollen dort stehen. Allerdings reichen sie nicht aus, um alle Passagiere einer Kontrolle zu unterziehen, räumt die Landesregierung ein. Deshalb setze die Flughafengesellschaft auch weiter auf die bewährte Torbogentechnik mit Metalldetektoren und Tastkontrollen. Als Grund, warum am neuen Flughafen nicht flächendeckend die neue Sicherheitstechnik eingesetzt werden kann, nennt die Landesregierung „besondere bauliche und technischen Anforderungen der Körperscanner“. Kurz: Es ist kein Platz oder die Geräte würden Fluchtwege versperren.

Körperscanner durchleuchten Menschen

Körperscanner sind Geräte, mit denen Gegenstände unter der Kleidung abgebildet werden können. So können beispielsweise Waffen oder Sprengstoffe sichtbar gemacht werden. Man nennt diese Geräte auch Ganzkörperscanner, Bodyscanner, Nacktscanner oder Terahertz-Kameras.


Haupteinsatzgebiet für Körperscanner sind Flughäfen – vor allem in den Vereinigten Staaten.

Umstritten ist der Einsatz am Menschen, weil auf den Bildern Details wie Prothesen, künstliche Darmausgänge oder Piercings sichtbar sind.

Die Geräte ermöglichen jedoch keine Untersuchungen von Körperöffnungen oder des Körperinneren. Dort können Gegenstände nur durch Leibesvisitationen gefunden werden.

Von Ulrich Wangemann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg