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Brandenburg erinnert an Kriegsende

Zweiter Weltkrieg Brandenburg erinnert an Kriegsende

Der Potsdamer Landtag hat am Sonntag mit einer Gedenkstunde an das Ende des Zweiten Weltkrieges erinnert. „Unsere Geschichte ist ein Teil von uns und auch die Verantwortung, die daraus erwächst“, sagte die Präsidentin, Britta Stark. Instrumentalisieren solle man sie allerdings nicht, meint sie. Auch in Berlin kamen viele Menschen in Gedenken zusammen.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam, .
Der Landtag hat am Sonntag den Tag der Befreiung mit einer Gedenkstunde begangen. Parlamentspräsidentin Britta Stark und Ministerpräsident Dietmar Woidke (beide SPD) erinnerten in Potsdam vor rund 100 Gästen aus Politik und Gesellschaft an die Befreiung vom Nationalsozialismus und das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 71 Jahren. Eine der Hauptreden hielt der 1921 geborene Ausschwitz-Überlebende Leon Schwarzbaum. Außerdem sprach der Potsdamer Historiker Sönke Neitzel bei der Feierstunde.

Das Landesparlament hatte vor einem Jahr den 8. Mai als offiziellen Gedenktag in das Feiertagsgesetz des Landes aufgenommen. Landtagspräsidentin Britta Stark würdigte diese Entscheidung in ihrer Rede als Zeichen dafür, dass es keinen Schlussstrich unter die Verbrechen geben könne, die von Deutschland ausgingen. „Dieser Gedenktag öffnet Wege, um die Erinnerung wachzuhalten.“

Zweite Chance für Deutschland am Tag der Befreiung

Deutschland sei am 8. Mai 1945 von sich selbst und einem völkischen Bewusstsein befreit worden, „das die psychische Gesundheit der Deutschen zutiefst gefährdet“ habe. Mit dem Tag der Befreiung habe das Land „eine zweite Chance erhalten“. Mit Blick auf das Erstarken rechtspopulistischer Bewegungen mahnte die Parlamentspräsidentin, die Würde jedes einzelnen Menschen konsequent zu verteidigen. Außenpolitisch müsse vor allem die Sprachlosigkeit im Verhältnis zu Russland überwunden werden: „Angesichts weltweiter Krisen sollten wir den konstruktiven Dialog suchen und deutlich machen, dass Russland für uns ein strategischer Partner bleibt.“ Auch Ministerpräsident Woidke rief zur Verteidigung von Weltoffenheit und Toleranz auf.

Berlin gedenkt der Opfer

Auch in Berlin ist am Sonntag des Ende des Zweiten Weltkrieges vor 71 Jahren gedacht worden. Am Denkmal des Polnischen Soldaten im Volkspark Friedrichshain legten Politiker und Militärvertreter verschiedener Länder Kränze nieder. Hier wurde an die Polen erinnert, die als Soldaten bei den alliierten Streitkräften und in der polnischen Widerstandsbewegung gekämpft haben oder als Zwangsarbeiter, Häftlinge und Kriegsgefangene ermordet wurden.

„Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“

„Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus.“

Quelle: dpa-Zentralbild

Das Deutsch-Russische Museum in Berlin-Karlshorst erinnerte in verschiedenen Vorführungen an das Kriegsende. Thematischer Schwerpunkt war der Zweite Weltkrieg im Königreich Dänemark.

Die rechtsextreme NPD demonstrierte unter dem Motto „Besatzer sind keine Befreier - wir feiern nicht“ am Sowjetischen Ehrenmal in Berlin-Buch.

Am Montagnachmittag planen der Bund der Antifaschisten (BdA) und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) ein Fest am Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park. Danach soll es eine Kundgebung der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) geben.

Von MAZonline und dpa

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