Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Brandenburg „genauso sicher wie gestern“

Nach den Terroranschlägen in Belgien Brandenburg „genauso sicher wie gestern“

Die Terroranschläge in Belgien und ihre Folgen: Die Sicherheitsbehörden in Brandenburg sehen keine konkrete neue Gefährdungslage. Die Bundespolizei hat derweil ihre Präsenz an den Flughäfen in Schönefeld und Tegel sowie am Hauptbahnhof in Berlin verstärkt.

Voriger Artikel
Ostersonntag kann es um die 20 Grad geben!
Nächster Artikel
Mehr Fälle von Tuberkulose in Brandenburg

Belgische Botschaft in Berlin: Blumen in Gedenken an die Opfer.

Quelle: dpa

Potsdam. Nach den verheerenden Terroranschlägen auf den Flughafen und die Metro in Brüssel mit mehr als 30 Toten gibt es nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden keine konkreten Hinweise, auf eine neue Gefährdungslage. Das Potsdamer Innenministerium rief am Mittwoch dennoch zu erhöhter Wachsamkeit auf.

„Brandenburg ist genauso sicher wie gestern“, sagte Innenminister Karl-Heinz Schröter. Polizei und Verfassungsschutz würden alles unternehmen, um mögliche Gefährdungen rechtzeitig zu erkennen, betonte der Minister.

Bereits am Dienstag hatte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Peter Neumann, ein überarbeitetes Sicherheitskonzept und mehr Personal gefordert. „Derzeit sitzen wir auf einem unberechenbaren Pulverfass“, sagte er. Mehr >

Erhöhte Polizeipräsenz an Flughäfen

Die Bundespolizei hat ihre Präsenz an den Flughäfen in Schönefeld und Tegel sowie am Hauptbahnhof in Berlin weiter verstärkt. Brandenburgs Polizei habe die Außensicherung des Flughafens in Schönefeld erhöht, hieß es in Potsdam. Bisher gibt es keine Spuren von den Brüsseler Anschlägen nach Deutschland. In Berlin ist die Sorge groß, ebenfalls Ziel von Attentaten zu werden. Die Sicherheitslage habe sich nach Brüssel generell nicht geändert, hieß es aus Sicherheitskreisen.

Flaggen auf Halbmast

Die Terroranschläge haben auch in Brandenburg Bestürzung und Trauer ausgelöst. In Potsdam wurden die Flaggen auf dem Landtag als Zeichen der Trauer auf Halbmast gesetzt. In Berlin legten vor dem Botschaftsgebäude Belgiens in Berlin-Mitte Menschen in Gedenken an die Opfer Blumen nieder.

Als Reaktion auf die Anschläge von Brüssel fordert die Bundesregierung inzwischen einen besseren Datenaustausch zwischen den Sicherheitsbehörden aller EU-Länder. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte, der Datenaustausch werde erschwert, weil es in Europa „getrennte Datentöpfe“ gebe.

Mehr Überwachung bedeute „weniger Freiheit“

Brandenburgs Datenschutzbeauftragte Dagmar Hartge mahnte indes zur Besonnenheit. „Letztlich führt mehr Überwachung nicht automatisch zu mehr Sicherheit, aber stets zu weniger Freiheit“, sagte Hartge der MAZ. Es gebe keine „absolute Sicherheit“. Der Datenschutz als Verfassungsrecht dürfe gerade in diesen Momenten nicht aufgegeben werden.

Fußball-Länderspiel soll stattfinden

Derweil sieht die Gewerkschaft der Polizei (GdP) derzeit keinen Grund, das Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und England am Samstag in Berlin abzusagen. Die Gefahrenlage für das Spiel sei „im Moment nicht höher als vor den Anschlägen“, sagte GdP-Bundeschef Oliver Malchow. Nach den Anschlägen von Paris im vergangenen November war ein Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden in Hannover kurz vor Anpfiff wegen Terrorgefahr abgesagt worden.

Lesen Sie auch:

Wir sitzen auf „unberechenbarem Pulverfass“

Brandenburger erlebt Terror in Brüssel hautnah

Blutige IS-Terrorserie in Brüssel erschüttert Europa

Von Igor Göldner

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg