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Brandenburg „Brandenburg hat Breitbandausbau verschlafen“
Brandenburg „Brandenburg hat Breitbandausbau verschlafen“
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16:15 31.12.2017
In Brandenburg ist der Breitband-Ausbau in einigen Gegenden nicht sehr weit fortgeschritten Quelle: dpa
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Potsdam

Der Breitbandausbau ist in Brandenburg etwas vorangekommen - aber für viele noch nicht weit genug. „Die Landesregierung hat die Entwicklung einfach verschlafen“, sagte Dierk Homeyer, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, der Deutschen Presse-Agentur.

Alles was das Land tue, um den Breitbandausbau voranzubringen, sei ein Erfolg. „Aber wir hätten das eher haben können“, kritisierte er. Sofort, nachdem der Bund eine Förderung für den Breitbandausbau in Höhe von drei Milliarden Euro aufgelegt habe, hätte die Landesregierung zugreifen sollen. „Leider sind parlamentarische Initiativen für ein Kompetenzcenter zur Unterstützung der Landkreise zur Klärung dieser Aufgaben nicht berücksichtigt worden“, sagte Homeyer.

Landtags-Abgeordneter Dierk Homeyer. Quelle: Bernd Gartenschläger

Politiker: „Es ist zuviel Zeit verloren gegangen“

In Brandenburg werden nach Angaben des Wirtschaftsministeriums 2018 und 2019 fast eine halbe Milliarde Euro in den Breitbandausbau investiert. Heute verfügen mehr als 64 Prozent der Haushalte im Land über einen Netzzugang mit einer Datenübertragung von mehr als 50 Mbit/s. Das Ministerium unterstütze den Ausbau in fünf Planungsregionen mit insgesamt 100 Millionen Euro, hieß es. Im Bundesdurchschnitt liege der Wert des Zugangs bereits bei rund 75 Prozent.

„Bei uns ist zuviel Zeit verloren gegangen. Vermutlich erst 2020 gibt es landesweit akzeptable Verbindungen“, beklagte Homeyer. Er rechne damit, dass dann 95 Prozent der Brandenburger über schnelles Internet verfügen. Für Verzögerungen sei auch verantwortlich, dass Unternehmen ausgebucht seien und Aufträge nicht so schnell erledigen können.

Die Menschen fühlten sich nach wie vor abgekoppelt, beklagte Homeyer. Chancen, die es in ländlichen Bereichen gebe, könnten nicht genutzt werden.

Von Gudrun Janicke (dpa)

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