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Brandenburg kauft vom Bund weitere Seen

Gewässerpakete mit dem Bund Brandenburg kauft vom Bund weitere Seen

Das Land Brandenburg will, dass möglichst viele seiner Seen öffentlich zugänglich bleiben. Darum kauft es vom Bund jetzt weitere 57 Gewässer. Das Pikante: Der Bund verkauft Seen, die einst Volkseigentum der DDR waren und die er damit „geschenkt“ bekam.

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Den Blauen See bei Schweinrich hat das Land Brandenburg im vergangenen Jahr zurückgekauft und kostenfrei der Stadt Wittstock überlassen.

Quelle: Gerd-Peter Diederich

Potsdam. Das Land Brandenburg kauft 57 weitere Seen vom Bund zurück. Finanzminister Christian Görke (Linke) unterzeichnete jetzt eine entsprechende Vereinbarung, wie das Ministerium am Sonntag in Potsdam mitteilte.

Land will öffentlichen Zugang sichern

Mit der Übernahme soll eine Privatisierung verhindert und der öffentliche Zugang zu den Gewässern gesichert werden. Damit hat das Land den Angaben zufolge jetzt 185 Gewässer in Brandenburg vom Bund übernommen. Der Großteil wird Kommunen und Landkreisen geschenkt.

Brandenburg zahlt 6,8 Millionen Euro

Die Seen kommen aus dem Treuhandvermögen. Brandenburg hat bisher vier sogenannte Gewässerpakete mit dem Bund vereinbart. Für die bis dato 185 Gewässer wurden laut Ministerium Ausgleichsbeträge von insgesamt etwa 6,8 Millionen Euro gezahlt. Die Übernahme weiterer Gewässer werde derzeit geprüft, hieß es. Der Großteil ist aber nun zurückgekauft.

Bund verdient am DDR-Erbe

Brandenburg hatte sich beim Bund gegen eine Privatisierung der Gewässer eingesetzt, um weiter den Zugang für die Bürger zu gewährleisten. Nachdem die kostenlose Übertragung gescheitert war, einigten sich Bund und Land auf die Pakete. Finanzminister Christian Görke (Linke) sagte dazu: „Ich gebe zu, dass es zunächst schwer nachzuvollziehen war, dass der Bund nicht bereit war, die Seen kostenlos auf Brandenburg zu übertragen. Schließlich handelt es sich bei den Seen um Volkseigentum, das der Bund von der DDR ,geerbt‘ hatte.“ Man sei dennoch den Schritt gegangen, da das Positive überwiege.

Von dpa

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