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Brandenburg Brandenburg lässt Jugendhilfe überprüfen
Brandenburg Brandenburg lässt Jugendhilfe überprüfen
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18:08 28.01.2016
Die Haasenburg-Heime standen vor zwei Jahren in heftiger Kritik. Quelle: dpa
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Potsdam

Nach dem Skandal um die Haasenburg-Jugendheime startet Brandenburg ein Pilotprojekt für die Verbesserung der Heimerziehung. Eine Reihe von Einrichtungen soll in den kommenden zwei Jahren von Experten detailliert überprüft werden, wie Jugendminister Günter Baaske (SPD) am Donnerstag ankündigte. Das Konzept wurde nach den Erfahrungen mit den Haasenburg-Heimen entwickelt. Diese waren nach Misshandlungsvorwürfen Ende 2013 geschlossen worden.

Heime bekommen Besuch

Experten des Berliner Instituts für Innovation und Beratung sollen nun Heime besuchen - und Stärken sowie kritische Punkte ermitteln. Die Untersuchungen können bei Beanstandungen von Jugendämtern angeordnet werden. Die Einrichtungen können aber auch von sich aus um eine Prüfung bitten, um die pädagogische Qualität zu verbessern. Das Ministerium fördert das Projekt vorerst für zwei Jahre mit rund 40 000 Euro.

Bessere Zukunftschancen ermöglichen

«Letztendlich geht es uns darum, den Kindern und Jugendlichen, die oft unter sehr negativen Vorzeichen in die Heimerziehung kommen, bessere Zukunftschancen zu geben», sagte Baaske. Auch jede kleinste Verbesserung lohne den Einsatz. «Wir sind es ihnen schuldig, denn viele kamen ohne eigene Schuld in diese Lebenssituation.»

5500 Kinder werden betreut

In Brandenburg gibt es 438 stationäre und 64 teilstationäre Einrichtungen der Jugendhilfe. Rund 5500 Kinder und Jugendliche werden dort betreut, darunter etwa 1500 aus anderen Bundesländern. Die Unterbringungskosten liegen zwischen 90 und 250 Euro pro Tag.

Von dpa

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