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Brandenburg lockt Rückkehrwillige

Abwanderung aus Brandenburg Brandenburg lockt Rückkehrwillige

Die Landesregierung unterstützt sogenannte Rückkehr-Initiativen mit 400 000 Euro. Seit 2014 kommen wieder mehr Menschen aus den alten Ländern nach Brandenburg als Brandenburger wegzögen. Gründe seien die positive wirtschaftliche Lage, sagte Staatskanzleichef Thomas Kralinski. Die CDU und die Potsdamer IHK begrüßen den Schritt.

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Chef der Staatskanzlei Thomas Kralinski
 

Quelle: DPA

Potsdam.  Die rot-rote Landesregierung wird erstmals Initiativen fördern, die sich für die Rückkehr weggezogener Brandenburger einsetzen. Für dieses und für das kommenden Jahr stehen dafür jeweils 200 000 Euro zur Verfügung. Staatskanzleichef Thomas Kralinski (SPD) sagte, das Geld könne für den Aufbau von Netzwerken, für Öffentlichkeitsarbeit oder für Internetseiten eingesetzt werden. 20 Prozent der Summe für das jeweilige Projekt müssten die Vereine selbst aufbringen. Im Land gibt es derzeit 20 regionale Initiativen, die sich um eine Rückkehr von abgewanderten Brandenburger kümmern. Seit 1990 hätten mehr als eine halbe Million Menschen das Land verlassen, um in die alten Länder zu gehen, sagte Kralinski. Seit 2014 gebe es eine Trendumkehr. Es kämen wieder mehr Menschen aus den alten Ländern nach Brandenburg als Brandenburger wegzögen. Gründe seien die positive wirtschaftliche Lage und eine verbesserte Arbeitsmarktentwicklung.

Die CDU-Opposition begrüßte die Förderung, die allerdings nicht auf zwei Jahre begrenzt bleiben dürfe, wie der Abgeordnete Henryk Wichmann sagte. Brandenburg brauche eine langfristige Strategie und die Landesregierung müsse ausreichend Geld zur Verfügung stellen. 200 000 Euro pro Jahr erschienen zudem zu knapp bemessen, betonte Wichmann.

Die IHK Potsdam begrüßte den Schritt der Regierung. Hauptgeschäftsführer Mario Tobias sagte der MAZ, die IHK werbe mit der Initiative „Mach es in Brandenburg“ offensiv für Ausbildung in der Region. Dies werde in Richtung Existenzgründung, Ansiedlung und Nachfolge noch einmal verstärkt. „Damit helfen wir der regionalen Wirtschaft und dem Land Brandenburg“, betonte er.

Von Igor Göldner

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