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Brandenburg setzt verstärkt auf Elektroautos

Dienstwagen im Land Brandenburg setzt verstärkt auf Elektroautos

Elektroautos rollen über Brandenburgs Straßen: Zwar ist ihre Zahl noch gering, doch die Zuwachsrate kann sich sehen lassen. Auch bei Dienstwagen und Linienbussen ist umweltfreundlicher Antrieb immer beliebter. Selbst Fahrräder mit Elektroantrieb steigen in der Gunst der Brandenburger.

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Strom statt Benzin – und den gibt es sogar kostenlos.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Elektroautos sind in Brandenburg immer beliebter, auch als Dienstwagen. Nicht nur Privatleute steigen um. Immer mehr Betriebe und öffentliche Verwaltungen stocken ihren Fuhrpark ebenfalls mit alternativ angetriebenen Fahrzeugen auf. „In Potsdam fahren derzeit 57 Elektrofahrzeuge“, sagte ein Sprecher der Landeshauptstadt. Vor einem Jahr seien es nur knapp halb so viele gewesen.

Cottbus testet erneut E-Linienbusse

In Brandenburgs zweitgrößter Stadt Cottbus sind neben 21 privaten auch 45 Elektroautos der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) unterwegs, wie Stadtsprecher Jan Gloßmann erläuterte. Die von Universitätsmitarbeitern genutzten Wagen würden über das geförderte Projekt „Internationales Schaufenster Elektromobilität“ finanziert.

Zudem sind die Mitarbeiter der Cottbusser Stadtwerke mit zwei E-Autos und acht E-Bikes mobil. Bei der kommunalen Verkehrsgesellschaft Cottbusverkehr sind Gloßmann zufolge bereits E-Busse getestet worden. „Dort fuhren zweimal je eine Woche zwei Fahrzeuge verschiedener Hersteller im Linienverkehr“, sagte der Sprecher. Ein dritter Test sei für Anfang Juni geplant.

Frankfurt (Oder) setzt auf Erdgas

Nicht auf Elektro-, dafür auf Erdgasantrieb setzt die Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt (Oder), wie Stadtsprecher Martin Lebrenz mitteilte. Sie habe ihre Busflotte auch dem Umweltschutz zuliebe bereits vor zwölf Jahren auf Erdgasantrieb umgestellt. „Die Stadtverwaltung hat nachgezogen und ihren Fuhrpark per Hybridantrieb ebenfalls anteilig auf Erdgas umgestellt“, hieß es aus dem Rathaus.

Über ein gutes Gehör sollten Gäste des Fürst-Pückler-Parks Branitz (Cottbus) verfügen, sagte Matthias Körner, Sprecher der kommunalen Park-Stiftung. Dort seien nämlich kleine Elektrotransporter für die Gartenarbeit im Einsatz - mit ihren Elektromotoren sind sie nahezu geräuschlos unterwegs.

Strom kostenlos in Kleinmachnow tanken

23 000 Euro habe sich die Gemeinde Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) ihr E-Auto kosten lassen, das seit April für den dortigen Bauhof unterwegs ist, teilte eine Sprecherin mit. Die Verwaltung plane ebenfalls die Anschaffung eines Elektro-Autos, mit dem die Hausmeister innerhalb des Ortes ihre Fahrten unternehmen könnten. Auch wolle die Gemeinde weitere Stromtankstellen schaffen. Bislang gebe es in Kleinmachnow eine öffentliche Stromtankstelle am Rathaus, an der E-Autos kostenlos aufgeladen werden können.

Nachholbedarf bei der Schaffung von Ladestationen sieht auch die Stadt Cottbus. Bislang konzentrierten sie sich auf den Innenstadtbereich, erklärte Gloßmann. Unter anderem sollten im Zuge des Hauptbahnhof-Umbaus die Voraussetzung für Ladesäulen geschaffen werden. „Die E-Mobilität gehört auch zu den wichtigen Themen im Hinblick auf das künftige Leitbild der Stadt“, sagte Gloßmann. Auch in den Fuhrpark der Stadtverwaltung sollen E-Autos wieder aufgenommen werden.

Ladestationen „keine kommunale Aufgabe“

Der Ausbau der Infrastruktur an Ladestationen ist auch für Potsdam von großer Bedeutung, „allerdings keine kommunale Aufgabe“, wie Sprecher Jan Brunzlow betonte. Derzeit gebe es acht Ladestationen, unter anderem am Krongut Bornstedt, an der Historischen Mühle Schloss Sanssouci, am Klinikum Ernst von Bergmann in der Innenstadt sowie bei den Stadtwerken in Babelsberg. „Unser Ziel ist es, in den kommenden Jahren Elektroautos versuchsweise im städtischen Fuhrpark zu integrieren, ebenso E-Bikes“, kündigte Brunzlow an.

Von Christian Bark

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