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Brandenburg stellt zwei Wolfsbeauftragte ein

Landwirtschaft Brandenburg stellt zwei Wolfsbeauftragte ein

In jüngster Zeit häufen sich Klagen von Brandenburger Landwirten: Sie fordern mehr Unterstützung im Falle von Wolfsangriffen. Nun zieht das Land Konsequenzen: Zwei Wolfsbeauftragte sollen ab 2017 bei Problemen mit den Raubtieren aktiv werden. Auch der Schadensersatz soll künftig neu geregelt werden.

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Immer mehr Kälber und Schafe werden vom Wolf gerissen.

Quelle: Konstantin Knorr

Potsdam. Brandenburg stellt zwei Wolfsbeauftragte ein. Sie sollen ab Anfang des kommenden Jahres bei Problemen von Tierhaltern mit den Raubtieren aktiv werden. Zudem werde der Schadenersatz für gerissene Schafe oder Kälber neu geregelt, teilte das Umweltministerium am Freitag mit. Mit der zunehmenden Zahl der geschützten Wölfe steige der Handlungsbedarf, betonte Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD).

Das Land reagiert damit auf Kritik des Bauernbundes, der vor allem kleinere Familienbetriebe vertritt. Die Landwirte halten das Wolfsmanagement der Landesregierung für unzureichend und fordern eine Wolfsverordnung zum Schutz von Mensch und Tier. „Problemwölfe“ sollten notfalls getötet werden. Auch die Politiker von CDU und CSU wollen die Zahl der streng geschützten Wölfe regulieren und sie dabei auch abschießen lassen.

Bis Anfang November hat das Land rund 40.600 Euro für Schadenersatz ausgegeben, im gesamten Vorjahr waren es etwa 11.500 Euro. 174 Nutztiere wurden den Angaben zufolge seit Jahresanfang gerissen, 2015 waren es 97.

Landesregierung: Kein Angriff auf Menschen bekannt

Zwischen 2007 und 2015 wurden landesweit jährlich durchschnittlich 50 bis 60 Schafe von Wölfen getötet. Bisher wurden 103 Fälle von Angriffen auf Kälber gemeldet. Nur bei jedem vierten Fall davon war es tatsächlich ein Wolf, der das Tier gerissen hat. Das sind die Zahlen des Landesumweltamtes. Im Jahr 2016 erbeuteten die Wölfe nach der ständig aktualisierten Statistik der Behörde 142 Schafe, 12 Stück Damwild, 19 Rinder und eine Ziege (Stand: 3. November).

Dem Landwirtschaftsministerium ist kein Angriff von Wölfen auf den Menschen bekannt. „Wir haben Konflikte mit dem Wolf, aber Alarmismus bringt uns nicht weiter“, sagt Sprecher Jens-Uwe Schade. Er betont: „Kinder sind durch Wölf nicht in Gefahr.“

Von MAZonline

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