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Brandenburg testet neuen Super-Blitzer

Verkehrssicherheit Brandenburg testet neuen Super-Blitzer

„Was ist das denn?“ fragen sich Autofahrer, die derzeit auf der A9 im Dreieck Potsdam unterwegs sind. Am Fahrbahnrand ist ein futuristisch anmutendes Gerät platziert. Autofahrer vermuten richtig: Es handelt sich um einen neuen Super-Blitzer, der mehrere Spuren auf einmal checken kann - und der noch andere Besonderheiten aufweist.

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Der „Enforcement Trailer“ auf der A10 bei Michendorf.

Quelle: Julian Stähle

Potsdam, Michendorf. Vielen Autofahrern ist er schon vor einigen Wochen unangenehm aufgefallen: Der neue Super-Blitzer, der erst auf der A10 bei Michendorf und aktuell auf der A9 im Dreieck Potsdam in einer 60er-Zone platziert ist.

Von Polizisten ist weit und breit nichts zu sehen. Das ist auch nicht notwendig, denn die „autonome Geschwindigkeitsüberwachung ohne Personaleinsatz“ ist einer der Vorteile, mit denen die Firma Vitronic aus Wiesbaden ihren „Enforcement Trailer“ anpreist. Seit vergangenem Jahr ist der Super-Blitzer auf dem Markt, und Frankreich hat bereits 150 Stück geordert. Auch in Brandenburg denkt man über eine Anschaffung nach.

Innenministerium entscheidet über Anschaffung

Derzeit aber ist der Blitzer nur ausgeliehen, versichert die Polizeidirektion West, in deren Bereich er noch den Sommer über erprobt wird. „Nach Abschluss der Probephase geben wir ans Land eine Bewertung. Dort wird dann weiter entschieden“, teilte Direktions-Pressesprecherin Jana Birnbaum mit. Welche Kriterien dabei eine Rolle spielen, wollte Mario Heinemann vom Potsdamer Polizeipräsidium nicht verraten. Ob ein Kauf aus polizeilicher Sicht überhaupt „zielführend“ sei, könne erst „mit Beendigung der Erprobung in der zweiten Jahreshälfte 2016“ eingeschätzt werden, so Heinemann. Über die Anschaffung entscheide das Innenministerium.

150.000 Euro für einen Enforcement Trailer?

Bisher war nicht zu erfahren, wie viel ein „Vitronic Enforcement Trailer“ kostet. „Informationen zu Preisen für Test-, Miet- oder Kaufsysteme“ können nicht mitgeteilt werden, heißt es vom Hersteller auf Nachfrage. Auch das Potsdamer Polizeipräsidium antwortet ausweichend auf die Frage nach den Kosten. Die voraussichtlichen Anschaffungskosten seien im Detail nicht bekannt, so der Pressesprecher. Auf einer englischen Zeitungsseite im Internet, die in der Rubrik „Wissenschaft“ über den „Enforcement Trailer“ berichtet, heißt es, ein Gerät koste ungefähr 150.000 Euro koste.

Hightech innen und außen

Auf seinen Internetseiten wirbt Vitronic aber mit den weiteren Vorzügen des Gerätes: Es kommt nicht nur ohne Personal aus und kann mehrere Fahrspuren gleichzeitig auswerten. Variable Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie Durchfahrtsverbote je nach Uhrzeit, Fahrstreifen und Fahrzeugklasse lassen sich ebenfalls überwachen.

Hervorragend vor Vandalismus geschützt

Mit eigener Stromversorgung ausgestattet, kann der Trailer fünf Tage durchgängig in Betrieb sein. Mit einer gepanzerten Außenhülle und einem Alarmsystem ist er zudem besonders gut vor Vandalismus geschützt. Er lässt sich schnell und einfach am Messstandort ausrichten und verfügt über eine drahtlose Datenübertragung, so Vitronic über die Vorteile seines Hightech-Blitzers. So seien Geschwindigkeitsmessungen an Unfallschwerpunkten ohne großes Risiko möglich.

Wann und wo genau der „Enforcement Trailer“ noch in Brandenburg aufgestellt wird, wollte die Polizei nicht mitteilen. Nur soviel: Im Rahmen der Erprobung werde er „im gesamten Bereich der Polizeidirektion West eingesetzt“.

Lesen Sie auch:

20.04.2016: Fragen und Antworten zum Blitzermarathon

Von Maria Kröhnke

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