Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Brandenburg testet neuen Super-Blitzer
Brandenburg Brandenburg testet neuen Super-Blitzer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:47 05.08.2016
Der „Enforcement Trailer“ auf der A10 bei Michendorf. Quelle: Julian Stähle
Potsdam, Michendorf

Vielen Autofahrern ist er schon vor einigen Wochen unangenehm aufgefallen: Der neue Super-Blitzer, der erst auf der A10 bei Michendorf und aktuell auf der A9 im Dreieck Potsdam in einer 60er-Zone platziert ist.

Von Polizisten ist weit und breit nichts zu sehen. Das ist auch nicht notwendig, denn die „autonome Geschwindigkeitsüberwachung ohne Personaleinsatz“ ist einer der Vorteile, mit denen die Firma Vitronic aus Wiesbaden ihren „Enforcement Trailer“ anpreist. Seit vergangenem Jahr ist der Super-Blitzer auf dem Markt, und Frankreich hat bereits 150 Stück geordert. Auch in Brandenburg denkt man über eine Anschaffung nach.

Innenministerium entscheidet über Anschaffung

Derzeit aber ist der Blitzer nur ausgeliehen, versichert die Polizeidirektion West, in deren Bereich er noch den Sommer über erprobt wird. „Nach Abschluss der Probephase geben wir ans Land eine Bewertung. Dort wird dann weiter entschieden“, teilte Direktions-Pressesprecherin Jana Birnbaum mit. Welche Kriterien dabei eine Rolle spielen, wollte Mario Heinemann vom Potsdamer Polizeipräsidium nicht verraten. Ob ein Kauf aus polizeilicher Sicht überhaupt „zielführend“ sei, könne erst „mit Beendigung der Erprobung in der zweiten Jahreshälfte 2016“ eingeschätzt werden, so Heinemann. Über die Anschaffung entscheide das Innenministerium.

150.000 Euro für einen Enforcement Trailer?

Bisher war nicht zu erfahren, wie viel ein „Vitronic Enforcement Trailer“ kostet. „Informationen zu Preisen für Test-, Miet- oder Kaufsysteme“ können nicht mitgeteilt werden, heißt es vom Hersteller auf Nachfrage. Auch das Potsdamer Polizeipräsidium antwortet ausweichend auf die Frage nach den Kosten. Die voraussichtlichen Anschaffungskosten seien im Detail nicht bekannt, so der Pressesprecher. Auf einer englischen Zeitungsseite im Internet, die in der Rubrik „Wissenschaft“ über den „Enforcement Trailer“ berichtet, heißt es, ein Gerät koste ungefähr 150.000 Euro koste.

Hightech innen und außen

Auf seinen Internetseiten wirbt Vitronic aber mit den weiteren Vorzügen des Gerätes: Es kommt nicht nur ohne Personal aus und kann mehrere Fahrspuren gleichzeitig auswerten. Variable Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie Durchfahrtsverbote je nach Uhrzeit, Fahrstreifen und Fahrzeugklasse lassen sich ebenfalls überwachen.

Hervorragend vor Vandalismus geschützt

Mit eigener Stromversorgung ausgestattet, kann der Trailer fünf Tage durchgängig in Betrieb sein. Mit einer gepanzerten Außenhülle und einem Alarmsystem ist er zudem besonders gut vor Vandalismus geschützt. Er lässt sich schnell und einfach am Messstandort ausrichten und verfügt über eine drahtlose Datenübertragung, so Vitronic über die Vorteile seines Hightech-Blitzers. So seien Geschwindigkeitsmessungen an Unfallschwerpunkten ohne großes Risiko möglich.

Wann und wo genau der „Enforcement Trailer“ noch in Brandenburg aufgestellt wird, wollte die Polizei nicht mitteilen. Nur soviel: Im Rahmen der Erprobung werde er „im gesamten Bereich der Polizeidirektion West eingesetzt“.

Lesen Sie auch:

20.04.2016: Fragen und Antworten zum Blitzermarathon

Von Maria Kröhnke

Polizei Unfallbilanz vom Wochenende in Brandenburg - Verbranntes Unfallopfer noch nicht identifiziert

Noch immer ist nicht klar, wer am Sonnabend auf der B96 bei Gießmannsdorf (Dahme-Spreewald) nach einem Unfall in dem Auto verbrannt ist. Eine gerichtsmedizinische Untersuchung soll heute Klarheit bringen. Es gab am Wochenende viele weitere Unfälle auf Brandenburgs Straßen.

01.08.2016

Wer hätte das gedacht? Die Märker haben im Vergleich mit ihren ostdeutschen Nachbarn das dickste Portemonnaie. Trotzdem sind sie im Bundesvergleich nur im Mittelfeld. Die Bayern liegen übrigens nur auf Platz 2.

01.08.2016
Brandenburg Sternenhimmel über Brandenburg im August 2016 - Augustnächte für Romantiker und Verliebte

Die Augustnächte sind für Romantiker und Verliebte. Denn vor allem zwischen dem 10. und 14. August werden Tausende Sternschnuppen vom Himmel fallen. Astronomie-Lehrer Uwe Schierhorn erklärt, warum das so ist und erklärt außerdem, was es mit der Milchstraße auf sich hat.

01.08.2016