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Brandenburg Brandenburg verlangt Sondertreffen zu Tegel
Brandenburg Brandenburg verlangt Sondertreffen zu Tegel
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14:14 07.08.2017
Quelle: dpa
Potsdam/ Berlin

Die Bundesregierung soll sich nach dem Willen der Länder Berlin und Brandenburg zur Schließung des Flughafens Berlin-Tegel bekennen. Auf Initiative der beiden Bundesländer wurde für den 15. August eine außerordentliche Gesellschafterversammlung der Flughafengesellschaft einberufen. Das teilte ein Sprecher des brandenburgischen Finanzministeriums am Montag in Potsdam mit.

Hintergrund ist die mehrmals vorgetragene Forderung von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), Tegel auch nach der Eröffnung des Hauptstadtflughafens (BER) in Schönefeld dauerhaft weiterzubetreiben. Seine Begründung: Der BER werde für die große Zahl an Passagieren zu klein sein, unabhängig davon, wann er den Flugbetrieb aufnehmen werde.

Die offizielle Position der Bundesregierung ist jedoch nach wie vor, dass Tegel nach Eröffnung des BER geschlossen werden soll, so wie es im Planfeststellungsbeschluss steht. Das Land Berlin habe ein „starkes Interesse“ daran zu klären, was es mit den Äußerungen von Dobrindt auf sich habe, sagte eine Senatssprecherin auf Anfrage.

Zuvor hatte der „Tagesspiegel“ über das geplante Eigentümertreffen berichtet. Mit Schreiben von 28. Juli habe das Brandenburger Finanzministerium die Einberufung verlangt. Gegenstand solle „die Klarstellung des Fortbestandes der gemeinsamen Haltung der drei Gesellschafter zur Konzentration des Flugbetriebes auf einen Standort nach Inbetriebnahme des BER sein“, zitiert die Zeitung aus dem Schreiben. Anlass seien wiederholte Äußerungen Dobrindts für die Offenhaltung Tegels.

Die zuletzt für 2018 geplante Eröffnung des BER ist weiter unsicher. Das Pannenprojekt könne frühestens im Herbst 2019 in Betrieb gehen, hieß es am Wochenende in einem Bericht von „Bild am Sonntag“ unter Hinweis auf vertrauliche Projektunterlagen. Demnach ziehen sich die Bauarbeiten im Fluggastterminal bis zum September 2018 hin. Die Eröffnung sei so frühestens in zwei Jahren möglich.

Die Flughafengesellschaft äußerte sich nicht zu einem Eröffnungstermin. Dieser werde noch in diesem Jahr genannt, sagte ein Sprecher. Er wies es als falsch zurück, dass mit der baulichen Fertigstellung erst im Herbst 2018 zu rechnen sei. Ebenso falsch sei die Behauptung, derzeit gebe es am Flughafen so gut wie keine Bauarbeiten. „Aktuell sind über 400 Bauarbeiter und Techniker vor Ort eingesetzt sind, die die notwendigen Rest- und Mängelarbeiten sowie Inbetriebsetzungen durchführen“, heißt es seitens der Flughafengesellschaft.

Von Gudrun Janicke

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