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Brandenburg von Cyber-Angriffen bislang nicht betroffen

Hacker-Attacke Brandenburg von Cyber-Angriffen bislang nicht betroffen

Betriebe und Verwaltungen zwischen Elbe und Oder scheinen von der aktuellen Cyberattacke durch unbekannte Hacker nicht betroffen zu sein. Für eine abschließende Einschätzung ist aber wohl noch zu früh.

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Bei einer Hacker-Attacke am Freitag nutzte eine Schadsoftware eine Sicherheitslücke aus, die es in nicht aktualisierten Microsoft-Betriebssystemen gab.

Quelle: dpa

Potsdam. Die Rechner der Landesverwaltung in Brandenburg sind nach ersten Erkenntnissen nicht von der globalen Cyber-Attacke betroffen gewesen. Bis Montagvormittag sei kein erfolgreicher Angriff registriert worden, sagte Innenministeriums-Sprecher Ingo Decker in Potsdam.

Die IHK Potsdam berichtete, ihr seien von Mitgliedsfirmen zunächst ebenfalls keine Störungen berichtet worden. Allerdings sei bei solchen Fällen die Dunkelziffer hoch, weil nicht alle Firmen Sicherheitslücken an die große Glocke hängen würden, sagte der IHK-Technologieexperte Marco Albrecht.

Ähnliches weiß auch das Landeskriminalamt (LKA) zu berichten. Bislang lägen noch keine Schadensmeldungen vor, erklärte eine LKA-Sprecherin am Montag. Allerdings könnte sich die Lage noch verändern, da die meisten Firmen erst am Montagvormittag in die Arbeitswoche gestartet seien.

Bei der Attacke am Freitag nutzte die Schadsoftware eine Sicherheitslücke aus, die es in nicht aktualisierten Microsoft-Betriebssystemen gab. Das Programm verschlüsselte Daten und forderte zur Zahlung von Lösegeld auf. Betroffen von dem Angriff waren Computer auf der ganzen Welt. In Deutschland hatte die Deutsche Bahn Probleme mit einigen Anzeigetafeln gemeldet.

Erst im Dezember 2016 legte ein Trojaner drei Rechner und einen Server der Gemeinde Milower Land (Havelland) lahm. Auch hier verlangten die Erpresser eine Geldzahlung, damit sie die gesperrte Technik wieder entschlüsseln. Alle wichtigen Dateien der Gemeinde konnten in Kooperation mit dem LKA gesichert werden.

Die IHK und LKA raten Unternehmen, im Fall von Erpressung durch Trojaner kein Lösegeld zu zahlen und vorsorglich regelmäßig Backups von den Daten anzulegen.

Von Georg Russew

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