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Brandenburg will Arbeit aufwerten

Kein Billiglohnland Brandenburg will Arbeit aufwerten

Für Familie, für Gesundheit, für Flüchtlinge, gegen Rechts: In Brandenburg schließt man gern gesellschaftliche Bündnisse. Jetzt kommt erneut eines dazu. Im Kampf gegen Fachkräftemangel und Lohndumping soll es künftig das „Bündnis für gute Arbeit“ geben.

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Quelle: Imago

Potsdam. Im Kampf gegen Fachkräftemangel und Lohndumping schmieden Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften in Brandenburg ein „Bündnis für gute Arbeit“. Das gaben Landesregierung, Deutscher Gewerkschaftsbund und die Vereinigung der Unternehmerverbände am Mittwoch bekannt. Über Förderprogramme will das Bündnis unter anderem mehr Erwerbslose und Zuwanderer fit für den Arbeitsmarkt machen und verstärkt junge Leute für eine Ausbildung qualifizieren, wie Sozialministerin Diana Golze erläuterte. Zugleich wolle man sich auch gegen prekäre Arbeitsverhältnisse einsetzen und die Tarifbindung stärken, erläuterte die Linken-Politikerin.

Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) ergänzte, für eine gut funktionierende Wirtschaft sei gut bezahlte Arbeit eine wichtige Voraussetzung: „Wir brauchen motivierte Fachkräfte.“

Zum Auftakt mahnte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD): „So beeindruckend der Rückgang der Arbeitslosigkeit von mehr als 18 auf jetzt rund 8 Prozent auch ist, wir stehen vor neuen Herausforderungen.“ Weiter sagte er: „Der demografische Wandel ist immer deutlicher spürbar, Fachkräfte werden zunehmend gesucht. Gleichzeitig verharren zu viele Menschen trotz des Aufschwungs am Arbeitsmarkt in Langzeitarbeitslosigkeit.“ Digitalisierung beschleunige den Wandel.

„Wir haben das große Glück, dass wir inzwischen nicht mehr mit Brandenburg als Billiglohnland werben“, sagte Golze. Alle Beteiligten hätten verstanden, „dass gute Arbeit ein ganz harter Wirtschaftsfaktor ist, dass wir nicht mehr damit werben sollten, dass die Leute hier sehr preiswert Leistungen erbringen, sondern dass sie gute Leistungen erbringen und dafür auch einen guten Lohn verdienen“.

Von Christof Bock

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