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Brandenburg Brandenburg will Kindermordfälle überprüfen
Brandenburg Brandenburg will Kindermordfälle überprüfen
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15:05 20.10.2016
Uwe Böhnhardt (r) und Beate Zschäpe vom NSU. Böhnhardts DNA-Spuren sind nun am Fundort von Peggys Leiche aufgetaucht. Links: Uwe Mundlos. Quelle: BUNDESKRIMINALAMT
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Potsdam

Nach Thüringen lässt auch Brandenburgs Polizei frühere Fälle von Kindesmord und -entführung auf mögliche Verbindungen zum rechtsextremistischen „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) prüfen. Das teilte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums in Potsdam am Donnerstag mit und bestätigte einen Bericht der „Potsdamer Neusten Nachrichten“ vom selben Tag. Das Landeskriminalamt soll sich nochmals Fälle von Kindstötungen, Entführungs- und Vermisstenfälle vornehmen und nach möglichen Überschneidungen suchen. Um wie viele Fälle es sich handeln könnte, ist laut Sprecherin noch nicht klar.

Hintergrund ist die Entdeckung einer DNA-Spur des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt am Fundort der Leiche der neunjährigen Peggy. Die Schülerin war 2001 in Lichtenberg (Bayern) verschwunden. Anfang Juli wurden Skelettteile von ihr in einem Waldstück in Thüringen entdeckt. Bei den sichergestellten Spuren wurde nun durch Genanalysen die NSU-Verbindung hergestellt. Die Ermittler wollen herausfinden, ob Böhnhardt, der sich 2011 das Leben nahm, etwas mit dem Tod der Schülerin zu tun hat. In Thüringen soll eine Sonderkommission der Polizei mehrere ungeklärte Todesfälle von Kindern in Raum Jena neu untersuchen.

Peggy ist 2001 in Bayern verschwunden. Quelle: dpa

Von Georg Russew, dpa

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