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Brandenburg Brandenburg will Klimaschutz-Ziele senken
Brandenburg Brandenburg will Klimaschutz-Ziele senken
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15:52 16.07.2017
Das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde. Quelle: dpa
Potsdam

Das Braunkohleland Brandenburg will seine Ziele für den Klimaschutz für das Jahr 2030 senken. Statt eines Rückgangs beim Kohlendioxid von 72 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 solle jetzt nur noch ein Minus von 55 bis 62 Prozent angestrebt werden. Das Potsdamer Wirtschaftsministerium bestätigte am Samstag einen entsprechenden Bericht des Magazins „Der Spiegel“. Die neue Energiestrategie des Landes, das in der Lausitz Braunkohle fördert, werde gerade innerhalb der rot-roten Landesregierung abgestimmt.

Jänschwalde wird länger laufen als geplant

Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) nannte dem Magazin als einen der Gründe, dass ein Neubau des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde mit einer Speichertechnik für Kohlendioxid nicht wie geplant umgesetzt werden konnte. Auch werde das bestehende Braunkohlekraftwerk in Jänschwalde länger laufen als in der alten Energiestrategie vorgesehen. Ein weiterer Grund ist dem Ministerium zufolge, dass die Industrie sich besser entwickelt habe als erwartet, und der Verkehr stärker gewachsen sei als geplant. Mit dem neuen Ziel von zumindest 55 Prozent bis 2030 liege man nun auf dem gleichen Niveau wie die Pläne des Bundes.

Grüne: Trump als Vorbild?

Die Grünen-Landtagsabgeordnete Heide Schinowsky kritisierte die Senkung als unverantwortlich. „Minister Gerber will offenbar in die Fußstapfen Donald Trumps treten nach dem Motto „Braunkohlewirtschaft zuerst – was kümmert uns das Klima?““, erklärte sie in einer Mitteilung. Die Landesregierung riskiere damit auch die finanzielle Unterstützung der Bundesregierung bei der Gestaltung des Strukturwandels in der Lausitz. Diese Finanzmittel seien an die Unterstützung der Klimaschutzziele der Bundesregierung geknüpft.

Von Rochus Görgen

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