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Brandenburg Brandenburg will Vorreiter beim Mobilfunk werden
Brandenburg Brandenburg will Vorreiter beim Mobilfunk werden
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21:06 29.06.2018
Der kommende Mobilfunkstandard 5G soll schneller sein als die meisten Breitbandanschlüsse. Quelle: dpa
Potsdam

Brandenburg will international in der ersten Liga mitspielen: Das Land will zur Modellregion für den künftigen, superschnellen Mobilfunkstandard 5G werden. Der Landtag stimmte am Freitag mit großer Mehrheit dafür, dass sich Brandenburg als eine von fünf Testregionen für das Hochgeschwindigkeitsnetz bewerben soll, dessen Marktreife für 2020 erwartet wird.

Mit dem heute gängigen Standard 4G/LTE sind unter guten Bedingungen Downloads von 100 Megabit pro Sekunde möglich. 5G verspricht mit 10.000 Megabit pro Sekunde das Hundertfache an Surfvergnügen.

Gerber (SPD) sieht gute Chancen für Brandenburg

Doch um das Vergnügen von Privatanwendern geht es dabei gar nicht in erster Linie. 5G gilt vor allem als Grundvoraussetzung für die künftigen Industrie-, Gesundheits- und Wissenschaftsanwendungen, bei denen extrem große Datenmengen übertragen werden müssen, wie etwa beim autonomen Fahren.

Deswegen sieht Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) Brandenburg im Reigen der möglichen Bewerber durchaus chancenreich. Denn die Prüforganisation Dekra baut gerade am Lausitzring Europas größtes Testzentrum für autonomes Fahren auf. Außerdem sei Brandenburg als Flächenland mit einer Metropole im Zentrum ein interessantes Testfeld. „Ich glaube, wir haben gute Argumente“, sagte Gerber.

Die Begehrlichkeiten sind groß

Allerdings gibt es bereits jetzt unter anderen Bundesländern und Landkreisen erhebliche Begehrlichkeiten. Bundestagsabgeordnete aus allen Teilen des Landes versprechen momentan, sich beim Bundesverkehrsministerium dafür einzusetzen, dass ihre Heimatregion unter den ausgewählten Fünf sein wird. Schleswig-Holstein formulierte unlängst sogar den Anspruch, dass mindestens eine der fünf Testregionen in dem Küstenland liegen müsse. „Wir werden uns bewerben. Andere tun das auch. Mal sehen, wo wir landen“, sagte Albrecht Gerber.

Nach nach welchen Kriterien eine solche Region ausgesucht wird, steht noch nicht fest. Die Bundesnetzagentur will die Mobilfunkfrequenzen 2019 versteigern. Erst dann können Unternehmen wie Vodafone oder Telekom den Ausbau den 5G-Antennen in Angriff nehmen.

Selbst wenn Brandenburg eine der Prioritätsregionen wird, könnte der der märkische Traum von einer superschnellen Mobilfunkzukunft von der Industrie durchkreuzt werden. Denn die neuem Frequenzen haben im Vergleich zu 4G eine kürzere Reichweite. Es müssten also weitaus mehr Funkmasten aufgebaut werden als bei der bestehenden Technik. Dabei verschwinden noch immer vielerorts in der Mark die Signalstärke-Balken auf den Handy-Displays, sobald man sich zwischen zwei Orten bewegt. Was kommerzielle Anbieter dazu bewegen soll, in dünn besiedelten Regionen zu investieren, ist noch nicht ganz klar.

Von Torsten Gellner

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