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Brandenburg Mit diesen Motiven wirbt Brandenburg für sich
Brandenburg Mit diesen Motiven wirbt Brandenburg für sich
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00:34 31.05.2018
Viel Wasser, Wald und Wiese: Mit diesen Motiven wirbt das Land Brandenburg für sich. Quelle: Land Brandenburg
Potsdam

Viel Wasser und viel Grün: Die Plakate für die neue Imagekampagne des Landes stehen fest. Mit zunächst sechs Motiven, die das Land vor allem als Naturidyll darstellen, will die Brandenburger Staatskanzlei für ein Leben hier werben. Die Plakate stellten das Land als „exzellenten naturnahen Lebensort für alle dar“ – und zwar „mit einer gewissen Leichtigkeit“, wie Staatskanzleichef Thomas Kralinski feststellte. Damit solle die Sehnsucht nach dem Land zwischen Elbe und Oder geweckt werden.

Brandenburg will sein Image aufpolieren. Die Werbeagentur Scholz & Friends hat den Slogan „Brandenburg. Es kann so einfach sein“ entwickelt und nun sechs Plakatmotive vorgestellt, mit denen Sehnsucht auf ein Leben in Brandenburg geweckt werden soll.

Sehnsüchte wecken sollen die Plakate mit den Fischerbooten, den Joggern auf der Waldlichtung oder der Frau mit dem Laptop auf dem Badesteg also – doch bei wem eigentlich? 500 Plakate sollen ab Dienstag in Brandenburg aufgestellt werden. Wir konzentrieren uns auf Orte mit hohem Zuzug, auf Einpendler- und Studienorte, auf den Speckgürtel und regionale Wachstumskerne“, so Kralinski.

Werbung nur in Brandenburg und in Berlin

Auch in Berlin soll geklebt werden. Außerhalb der Region werden die Motive jedoch nicht zu sehen sein. Die Plakatierung in anderen deutschen Städten sei nicht geplant, sagte Kralinski. Begründung: Das Budget von einer Million Euro jährlich lasse keine großen Spielräume.

Dabei ist die Landeskampagne eine Reaktion auf eine verheerende Umfrage aus dem vergangenen Sommer. Demnach können viele Bundesbürger mit der Mark nicht allzu viel anfangen. Sie ist für sie ein unbeschriebenes Blatt. Selbst Sehenswürdigkeiten wie Sanssouci bringen viele Deutsche überhaupt nicht mit Brandenburg in Verbindung. Daraufhin hatte die Staatskanzlei per Ausschreibung Experten für eine professionelle Imagekampagne gesucht. Der Zuschlag ging an die erfahrenen Werber Scholz & Friends („Wir können alles – außer Hochdeutsch“).

Das Budget ist zu klein

Warum plakatiert man nur in Brandenburg und nicht in München, Hamburg oder Köln? Die Antwort von Staatskanzleichef Kralinski: „Wir brauchen nicht über Sachen zu reden, die wir im Moment nicht hinkriegen. Wir sind ein bescheidenes kleines Bundesland.“ Eine Million Euro stehen für die Kampagne jedes Jahr zur Verfügung.

„Mit so einem überschaubaren Budget können wir nicht deutschlandweit plakatieren“, sagt der Berlinchef von Scholz & Friends, Stefan Wegner. „Die Budgets anderer Länder sind höher.“ Deswegen sei man auf „Multiplikatoren“ angewiesen, die die Botschaft vom lebenswerten Brandenburg verbreiteten. Zu diesen Botschaftern gehört Ludolf von Maltzan, Geschäftsführer des Ökodorfs Brodowin in der Uckermark. Der rote Slogan „Brandenburg. Es kann so einfach sein“ könnte demnächst seine Milchtüten zieren, kündigte er an. „Ich habe mich so über den Slogan gefreut. Wir möchten das in die Welt tragen“, sagte er.

Testpublikum war zufrieden

Aufgenommen hat die Motive der österreichische Fotograf Daniel Gebhart de Koekkoek, der zwischen Wien, Berlin und Brandenburger Datsche pendelt. Sie sollen nach dem Kalkül von Scholz & Friends bei den Brandenburgern auf Zustimmung stoßen. Die Agentur hat mehrere Motive in einer bundesweiten Online-Umfrage einem Testpublikum von 1121 Personen vorgelegt. Dazu wurden noch 560 Brandenburger befragt. Ergebnis: 82 Prozent der Brandenburger sagen: Die gesamte Kampagne spricht mich an. Deutschlandweit fühlten sich 78 Prozent angesprochen. Auch die einzelnen Motive kamen der Umfrage zufolge gut an.

80 Prozent der Brandenburger halten die Kampagne dafür geeignet, auch Nicht-Brandenburger anzusprechen. Aber dafür müssen sie erst mal nach Brandenburg kommen.

Von Torsten Gellner

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