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Brandenburg zahlt Abschussprämie für Wildschweine

Vorbeugung gegen Schweinepest Brandenburg zahlt Abschussprämie für Wildschweine

Im Kampf gegen eine Ausbreitung der in Polen wütenden Schweinepest führt Brandenburg eine landesweite Abschussprämie für Wildschweine ein – und verdoppelt die in einigen Kreisen bereits gezahlte. Der Bauernverband fordert gar einen Abschuss von 70 Prozent des Schwarzwildbestands.

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Quelle: dpa

Potsdam. Die Landesregierung setzt als Vorbeugemaßnahme gegen die Ausbreitung der Schweinepest landesweit eine Abschussprämie auf Wildschweine aus. 50 Euro pro Stück Schwarzwild sollen Jäger ab dem 1. April 2018 erhalten. Diese Regelung gilt erst, wenn die Abschusswerte aus dem Jagdjahr 2015/2016 erreicht sind. Bislang gibt es in Brandenburg Abschussprämien nur an den Kreisen entlang Oder und Neiße. Dort soll der finanzielle Anreiz die Schweinepopulation verringern helfen, um die Deiche an den Flüssen vor Wühlschäden zu schützen. Bislang wurden dort 25 Euro pro Tier bezahlt – dieser Betrag soll sich also verdoppeln.

Der Landkreistag hatte ein solches landesweites Vorgehen vorgeschlagen. Das Justizministerium will nun mit den Landkreisen und kreisfreien Städten eine Vereinbarung abschließen.

Die Reduktion des Wildschweinebestandes gilt als wichtigstes Mittel, um eine Ausbreitung der Tierseuche, die bereits im Nachbarland Polen wütet, zu verhindern. Der Deutsche Bauernverband fordert einen Abschuss von 70 Prozent des Bestands.

Eine weitere finanzielle Hilfe hat das Verbraucherschutzministerium bereits aufgesetzt. Seit diesem Jahr erhalten Jäger, die tote Wildschweine auffinden, 30 Euro pro Tier, um es auf Pest-Erreger untersuchen zu lassen. Die Schweinepest ist eine mit Fieber verbundene, hoch ansteckende Pest-Form, bei der die Tiere an inneren Blutungen sterben. Sie verläuft meist tödlich, ist aber für den Menschen ungefährlich. Allerdings sind die Nutztierbestände bedroht.

Von Ulrich Wangemann

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