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Brandenburger Freiheitspreis geht nach Cottbus

Menschenrechtszentrum Brandenburger Freiheitspreis geht nach Cottbus

Das Menschenrechtszentrum im früheren DDR-Zuchthaus Cottbus ist am Dienstag mit dem Brandenburger Freiheitspreis ausgezeichnet worden. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis des evangelischen Domstifts Brandenburg wurde bei einem Festakt im Dom zu Brandenburg erstmals vergeben. Schirmherr ist Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD).

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Preisträgerin Sylvia Wähling, geschäftsführende Vorsitzende vom Menschenrechtszentrum Cottbus, zeigt Alt-Bischof Wolfgang Huber die Ausstellung.

Quelle: dpa-Zentralbild

Brandenburg/Havel. Das Menschenrechtszentrum im früheren DDR-Zuchthaus Cottbus ist am Dienstag mit dem Brandenburger Freiheitspreis ausgezeichnet worden. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis des evangelischen Domstifts Brandenburg wurde bei einem Festakt im Dom zu Brandenburg erstmals vergeben. Schirmherr und Laudator der Auszeichnung war Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), dessen Wahlkreis im westlichen Brandenburg liegt.

Er könne sich keinen würdigeren und keinen eindringlicheren Empfänger dieses ersten Brandenburger Freiheitspreises vorstellen, sagte Steinmeier in seiner Laudatio. Das Menschenrechtszentrum und ehemalige Zuchthaus Cottbus verkörpere „den Wert der Freiheit durch die Erfahrung der Unfreiheit“. Mit Blick auf die aktuelle politische Lage warb Steinmeier für ein „deutsches Selbstbewusstsein“, das nicht auf geschichtsvergessenen, tumben Feindbildern aufbaut, sondern in dem der Wert der Freiheit besonders aus der Erfahrung mit der eigenen Geschichte und Unfreiheit verinnerlicht wird.

Das Menschenrechtszentrum Cottbus wurde 2007 von ehemaligen politischen Häftlingen der DDR gegründet. Seit 2011 ist der Verein Eigentümer des früheren Gefängnisareals und betreibt dort seit 2012 die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus. Das Menschenrechtszentrum verbinde die Erinnerung an das Schicksal politischer Gefangener der DDR mit dem Einsatz für Menschen- und Bürgerrechte, hieß es in Begründung der Jury.

Der Brandenburger Freiheitspreis wurde im vergangenen Jahr anlässlich des 850. Jubiläums der Gründung des Doms ausgelobt. Der Preisträger wurde von einer fünfköpfigen Jury unter Vorsitz des ehemaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland und Berliner Altbischofs Wolfgang Huber ausgewählt. Der Theologe ist als Domdechant Vorsitzender des Aufsichtsgremiums des Domstifts.

Die Auszeichnung soll künftig alle zwei Jahre an herausragende Personen oder Institutionen vergeben werden, die engagiert und vorbildlich in den Bereichen Kultur, Religion, Wirtschaft oder Politik zur Verwirklichung des Freiheitsgedankens beigetragen haben. Finanziert wird der Preis von der Deutschen Bank und dem Technologiekonzern ZF Friedrichshafen.

Das Domstift Brandenburg ist die älteste Institution Brandenburgs. Der Dom zu Brandenburg an der Havel wird auch als „Wiege der Mark“ bezeichnet, der Grundstein wurde 1165 gelegt. Aufgaben des seit der Reformation im 16. Jahrhundert evangelischen Domstifts sind Erhalt und Nutzung der historischen Gebäude.

Von MAZOnline

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