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Brandenburger Islamisten bekennen sich zum IS

Anhänger der Terrormiliz Brandenburger Islamisten bekennen sich zum IS

Die Zahl der Salafisten ist in Brandenburg stark gestiegen. Sicherheitsbehörden gehen von 70 Anhängern in Brandenburg aus. Die meisten bekennen sich zum „Kaukasus-Emirat“ – mit direktem Draht zur Terrormiliz „Islamischer Staat“.

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Quelle: dpa

Potsdam. Das Innenministerium hat vor einer steigenden Zahl an Islamisten in Brandenburg gewarnt. Die Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass sich im Land derzeit rund 70 islamische Fundamentalisten aufhalten. 2014 waren es noch etwa 40. Laut Polizei liegt die Zahl der Gefährder, die zu schweren Straftaten bereit sind, weiter im einstelligen Bereich.

„Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Anhänger in diesem und im kommenden Jahr weiter ansteigen wird“, sagte Ministeriumssprecher Ingo Decker. „Wir können Tendenzen zu einer weiteren Radikalisierung nicht ausschließen.“

„Kaukasus-Emirat“ untersteht dem „Islamischen Staat“

Die Anhänger des islamistisch-salafistischen Spektrums in Brandenburg stammen nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes vorwiegend aus Tschetschenien. „Viele sind Anhänger oder Sympathisanten des sogenannten kaukasischen Emirates“, erklärt Ministeriumssprecher Decker. Das Kaukasus-Emirat ist ein international nicht anerkannter, proklamierter islamischer Staat im russischen Nordkaukasus.

Die Anhänger haben sich im vergangenem Sommer der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) unterstellt. „Sie beschwören ihre Loyalität und Treue zum IS und sind Adressaten für dessen Propaganda.“ Die radikalen Islamisten kamen laut Decker getarnt als Flüchtlinge ins Land, stellen in dieser Gruppe aber eine äußerst kleine Minderheit.

Berlin weiter zentrale Anlaufstelle für Islamisten

Für die Anhänger ist weiterhin Berlin die zentrale Anlaufstelle. „In Brandenburg können wir keine eigenständigen islamistischen Strukturen erkennen“, sagte Decker. Berlins Innenminister Frank Henkel sprach am Mittwoch von 690 Salafisten in der Hauptstadt, 360 von ihnen seien gewaltbereit. Zu den in der vergangenen Woche festgenommenen Terrorverdächtigen sagte Henkel im Verfassungsschutzsausschuss mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nichts Neues. Einer der vier Verdächtigen sei derzeit noch im Gefängnis.

Am vergangenen Donnerstag war die Polizei bundesweit gegen eine mutmaßliche Terrorzelle vorgegangen. Im Zentrum standen vier Algerier im Alter zwischen 26 und 49 Jahren, die Anhänger des IS sein sollen.

Von Bastian Pauly

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