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Piratenpartei vor der Bedeutungslosigkeit

Partei verliert Mitglieder, auch Vorzeigemitglieder treten zurück Piratenpartei vor der Bedeutungslosigkeit

Prominente Mitglieder wenden sich von der Partei ab, auch andere Mitglieder verlassen die Brandenburger Piratenpartei. Der Landesverband schrumpft zusehends. Doch der Mitgliederschwund ist nicht nur auf freiwillige Rücktritte zurückzuführen.

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Geht von Bord: Michael Hensel, Landeschef der Piraten.

Quelle: Foto: Primus

Potsdam. Die prominenteste Freibeuterin ging vor acht Monaten von Bord. Netzaktivistin Anke Domscheit-Berg aus Premnitz (Havelland), vormals Landesvorsitzende und Galionsfigur der Piraten, trat im September 2014 aus der Partei aus. „Das war ein großer Einschnitt für uns, das hat Spuren hinterlassen“, räumt Brandenburgs Landesparteichef Michael Hensel ein. Der Abgang Domscheit-Bergs, den sie – natürlich – auf ihrer Internetseite ankündigte und mit einer Abrechnung verband, brachte die märkische Piratenpartei in schweres Fahrwasser.

Karteileichen gnadenlos aussortiert

Nur noch rund 700 Mitglieder zählt der Landesverband, 300 weniger als noch 2013. Der Mitgliederschwund ist nicht allein auf Austritte zurückzuführen. Die Partei hat „ausgemistet“ und Mitglieder, die ihren Jahresbeitrag in Höhe von 48 Euro nicht zahlten, verbannt. 200 solcher „Karteileichen“ seien entdeckt worden, erklärt Hensel.

Damit sind die märkischen Freibeuter im Vergleich zu den Berlinern aber noch vergleichsweise solide: Der Verband in der Hauptstadt hat Mitte Mai 1753 Mitglieder ausgemustert, weil sie den Mitgliedsbeitrag schuldig blieben. Nur noch 1000 Piraten gibt es nach der Aktion in Berlin. Nach dem Wahlerfolg 2011 war die Mitgliederzahl in Berlin sprunghaft von 800 auf 2700 gestiegen.

Piratenchef weiter zuversichtlich

„Ich sehe noch gutes Potenzial für die Piraten in Brandenburg“, sagt Landeschef Michael Hensel optimistisch, auch wenn die Mitgliederzahl sinkt und die Partei bei der Landtagswahl vergangenen Herbst nur 1,5 Prozent der Stimmen erbeutete. Beim Thema Kreisreform etwa hätten die Piraten etwas zu sagen. „Das darf nicht über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden werden“, sagt der Blogger aus Brandenburg/Havel.




Von Marion Kaufmann

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