Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Brandenburger gegen die Massentierhaltung

Mehr als 31000 Stimmen Brandenburger gegen die Massentierhaltung

Es ist Halbzeit beim Volksbegehren gegen Massentierhaltung. In Brandenburg unterstützen mehr als 31000 Bürger den Plan, Tiere künftig artgerecht zu halten. Doch das ist längst nicht die Hälfte der erforderlichen Unterschriften. Dennoch: Das Bündnis Agrarwende wertet das Zwischenergebnis als Erfolg – denn eine Unterschrift ist mit Hürden verbunden.

Voriger Artikel
Jetzt kommt die Petition Pro-Merkel
Nächster Artikel
Welcher ist der schlimmste Bahnhof der Mark?



Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Das Volksbegehren gegen Massentierhaltung wird zur Halbzeit der Kampagne von rund 31 600 Brandenburgern unterstützt. Das ist weniger als die Hälfte der für einen Erfolg notwendigen 80 000 Unterschriften, wie die stellvertretende Landeswahlleiterin Iris Lübke am Freitag in Potsdam mitteilte. Weitere knapp 9000 Bürger hätten allerdings bereits Briefwahlunterlagen angefordert, diese aber noch nicht zurückgeschickt, sagte Lübke.

Das Bündnis Agrarwende wertete das Zwischenergebnis als Erfolg. In den kommenden Wochen will die Initiative für eine artgerechte Tierhaltung verstärkt über das Internet sowie mit Plakaten und Info-Ständen mobilisieren.

Volksbegehren für artgerechte Tierhaltung

Mit dem Volksbegehren will die von 50 Organisationen getragene Initiative eine artgerechte Tierhaltung durchsetzen und weitere Großmastanlagen für Geflügel und Schweine in Brandenburg verhindern. „Wir wollen keine Massenställe mit 37 000 Schweinen in Haßleben oder mit 400 000 Hähnchen in Wittstock/Dosse“, sagte Initiativen-Sprecher Jochen Fritz.

Wie Fritz zeigte sich auch Michael Wimmer vom Bündnis Agrarwende überzeugt, dass das Volksbegehren ein Erfolg werde. „Wir hatten Anlaufschwierigkeiten mit dem Sommerloch, der Produktion von Flyern und der Plakatierung“, sagte Wimmer. Ermutigend sei, dass die Forderungen nicht nur in den Städten, sondern auch im ganzen Land unterstützt würden. Lübke hatte erklärt, dass es bei diesem Volksbegehren erstmals eine flächendeckende Beteiligung in allen Gemeinden gebe. Die Frist für die Eintragung zum Volksbegehren endet am 14. Januar 2016.

Unterschied zwischen Volksinitiative und Volksbegehren

Anders als bei einer Volksinitiative dürfen die Unterschriften für ein Volksbegehren nicht auf der Straße gesammelt werden. Die Bürger müssen sich auf einem Amt eintragen oder ihre Unterstützung per Briefwahl erklären. Wenn mindestens 80 000 Stimmen zusammenkommen, muss sich der Landtag mit den Forderungen befassen. Wenn das Parlament ablehnt, kommt es zu einem Volksentscheid.

Von MAZonline

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg

Clinton oder Trump: Wer wäre Ihrer Meinung nach der bessere US-Präsident?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg