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Brandenburger lange in Hartz IV

Etwa zwei Millionen Deutsche beziehen dauerhaft Stütze Brandenburger lange in Hartz IV

Die gute wirtschaftliche Entwicklung geht weitgehend an den Langzeitarbeitslosen in Deutschland vorbei. Das ist das Ergebnis einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zur Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

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Im Ländervergleich belegt Brandenburg mit 73 Prozent der Betroffenen im erwerbsfähigen Alter den Spitzenplatz und liegt damit deutlich über dem Durchschnitt (46 Prozent).

Quelle: dpa

Potsdam. Etwa drei Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter seien längerfristig auf staatliche Fürsorgeleistungen angewiesen, heißt es in der Studie, davon „zwei Millionen nahezu dauerhaft“.

Besonders prekär sieht es den Angaben zufolge in Brandenburg aus. Demnach erhielten 73,2 Prozent aller Langzeitarbeitslosen im Juni 2011 mindestens 21 Monate lang Hartz-IV-Leistungen. Das sei der höchste Wert unter den Bundesländern. Bundesweit liege die Quote im Schnitt bei 68,2 Prozent, im Osten bei 71,8 Prozent. Länger als 50 Monate, also mehr als vier Jahre waren in Brandenburg 52,5 Prozent der Langzeitarbeitslosen auf Stütze angewiesen. Übler sieht es nur noch in Mecklenburg-Vorpommern aus (53,8 Prozent). Der Bundesschnitt liegt hier bei 46,2 Prozent, im Osten bei 51,8 Prozent.

Der Sprecher des DGB Berlin-Brandenburg, Dieter Pienkny, führt das Ergebnis auf Kürzungen der Bundesregierung bei der Qualifizierung und Betreuung von Langzeitarbeitslosen zurück. „Menschen, die drei, vier, fünf Jahre arbeitslos waren, brauchen Hilfestellungen“, so Pienkny. Andernfalls gehe der wirtschaftliche Aufschwung an ihnen vorbei.

Im Brandenburger Arbeitsministerium kann man die DGB-Zahlen nicht nachvollziehen. Nach Angaben der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit waren jedenfalls im Dezember 2012 ungefähr 52 Prozent aller Langzeitarbeitslosen länger als vier Jahre auf Hartz IV. Brandenburg stehe bei der Langzeitarbeitslosigkeit nicht schlechter da als andere Ost-Länder, betont Ministeriumssprecher Gabriel Hesse, räumt jedoch ein: „Wir haben nach wie vor eine verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit in Brandenburg“.

Von Mathias Richter

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