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Brandenburger lehnen Russland-Sanktionen ab

Brandenburg-Barometer Brandenburger lehnen Russland-Sanktionen ab

Russlands Präsident Wladimir Putin ist für viele EU-Politiker ein rotes Tuch. Gerade hat die EU die Wirtschaftssanktionen gegen Russland verlängert. Die Brandenburger halten das mehrheitlich für falsch, wie aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag der MAZ hervorgeht. Vor allem Anhänger der Linken und der AfD fordern eine weniger harte Gangart gegenüber dem Kreml.

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Russlands Staatspräsident Wladimir Putin.

Quelle: SPUTNIK POOL

Potsdam. Zwei Drittel der Brandenburger (66 Prozent) sind für eine Lockerung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Diese waren von der USA und Europa wegen der Annexion der Krim und des Konflikts in der Ostukraine verhängt worden. Kurz vor Weihnachten hatte die EU die Sanktionen um weitere sechs Monate verlängert. Nur 27 Prozent sprechen sich in der Umfrage für eine Beibehaltung der Zwangsmaßnahmen gegen russische Unternehmen und Personen aus.

Brandenburgs Wirtschaft leidet unter den Sanktionen: Laut Industrie- und Handelskammer Potsdam (IHK) sind die Ausfuhren in die russische Föderation im Jahresvergleich um ein Viertel eingebrochen. Demnach schrumpften die Exporte von 175 Millionen Euro auf 131 Millionen Euro. 550 märkische Unternehmen unterhalten laut IHK Geschäftsbeziehungen zu Russland. Überdurchschnittlich häufig sind über 45-Jährige, Arbeiter sowie Anhänger von Linke und AfD für eine Lockerung der Sanktionen. Dass die Beschränkungen beibehalten werden sollten, meinen überdurchschnittlich oft Angestellte und Beamte.

Die MAZ-Umfragen auf einen Blick

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat von Anfang Dezember bis Mitte des Monat im Auftrag der MAZ 1002 Brandenburger zu bestimmten Themen befragt.

So wurde zum Beispiel gefragt, wovor die Brandenburger Angst haben, wie sie die Arbeit der rot-roten Regierung bewerten und wen sie bei der nächsten Landtagswahl wählen würden.

Die einzelnen Umfragen:

Trotz Asylkrise: Mehrheit für Rot-Rot

Davor haben Brandenburger am meisten Angst

Breite Front gegen Schröters Kreisgebietsreform

Brandenburger lehnen Russland-Sanktionen ab

In der Beurteilung des Umgangs der EU mit Russland und Präsident Wladimir Putin sind die Brandenburger geteilter Meinung. 44 Prozent finden, dass die EU „zu hart“ mit dem Kreml-Chef umgeht. Genauso viele Märker geben an, das Verhalten der EU gegenüber dem Präsidenten sei „in Ordnung“. Insbesondere die über 60-Jährigen sowie die Anhänger von Linke (56 Prozent) und AfD (68) sind mit der Haltung der EU weniger einverstanden. Hingegen sind die 30- bis 59-Jährigen sowie die Anhänger von CDU (58), SPD (50) und Grünen (61) in der Mehrheit Russland- und Putin-kritisch.

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Wofür haben die Brandenburger am meisten Angst? Laut einer Forsa-Umfrage ist die Angst vor Einbrechern weitaus größer als andere Befürchtungen.

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Von Igor Göldner und Ulrich Wangemann

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