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Brandenburg Brandenburger misstrauen möglicher Jamaika-Koalition
Brandenburg Brandenburger misstrauen möglicher Jamaika-Koalition
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00:05 12.11.2017
CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer (l-r), FDP-Generalsekretärin Nicola Beer, CDU-Generalsekretär Peter Tauber und der politische Geschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen, Michael Kellner.  Quelle: dpa
Potsdam

 Nach dem Ergebnis der Bundestagswahl vom 24. September ist rechnerisch nur die Bildung einer Koalition aus CDU, CSU, FDP und Grünen möglich. Die Parteien wollen nächste Woche erste Entscheidungen treffen. Laut Forsa glaubt nur eine Minderheit der aktuell befragten Märker, dass eine Jamaika-Koalition gut für das Land Brandenburg wäre. Zwei Drittel (67 Prozent) befürchten, dass dieses Regierungsbündnis weniger gut oder gar schlecht für Brandenburg sei. Die Anhänger von CDU und Grünen (je 49 Prozent) gehen überdurchschnittlich häufig davon aus, dass Jamaika positive Wirkungen für Brandenburg hätte. Den höchsten Zustimmungswert mit 37 Prozent hat Jamaika in der Altersgruppe der 30- bis 44-jährigen Brandenburger. AfD (56 Prozent) und Linke (42 Prozent) haben hinsichtlich dieser Koalition die größten Befürchtungen fürs eigene Bundesland.

Sieben Wochen nach der Bundestagswahl ist die Lage der SPD auch bundespolitisch weiterhin dramatisch. Wenn an diesem Sonntag erneut ein Bundestag gewählt werden würde, käme die SPD in Brandenburg nur noch auf 16 Prozent (24. September: 17,6). In der MAZ-Umfrage vom Januar 2017 waren es noch 19 Prozent. Die Linke könnte ihr Bundestagswahlergebnis von 17,2 auf 19 Prozent verbessern, die CDU bliebe mit 26 Prozent annähernd gleich (24. September: 26,7 Prozent).

Die AfD würde mit 20 Prozent (24. September: 20,2) erneut zweitstärkste Partei hinter der CDU werden. Die FDP würde sich von 7,1 auf 8 Prozent verbessern, die Grünen könnten ebenfalls um einen Prozentpunkt von 5 auf 6 zulegen.

Von Volkmar Krause

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