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Brandenburg Brandenburger sind besonders häufig krank
Brandenburg Brandenburger sind besonders häufig krank
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13:34 09.05.2017
Durchschnittlich 19,1 Ausfalltage hatte der Brandenburger im Jahr 2016 laut TK-Gesundheitsreport. Quelle: Pr
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Potsdam

Es ist ein trauriger Rekord, den die Brandenburger in ihren Arbeitskalendern verzeichnen: Beschäftigte in der Mark waren im Jahr 2016 so häufig krankgeschrieben wie in kaum einem anderen Bundesland. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Zwar sind die Fehlzeiten im Vergleich zum Vorjahr nicht angestiegen. Trotzdem fehlte jeder Brandenburger Arbeitnehmer im Jahr 2016 noch immer an 19,1 Tagen. Das ist nach Mecklenburg-Vorpommern mit 19,5 krankheitsbedingten Fehltagen der zweithöchste Wert aller Bundesländer. Der Bundesschnitt lag bei 15,3 Fehltagen.

Spitzenreiter bei den Ausfalltagen in Brandenburg ist Ostprignitz-Ruppin: 21 Tage war dort jeder Beschäftigte durchschnittlich krankgeschrieben. Die Potsdamer sind mit 16,5 Fehltagen am wenigsten krankgeschrieben. Es folgen Potsdam-Mittelmark (17,6) sowie Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder) (beide 18,3).

Der Brandenburger hat „Rücken“

Dass die Märker in ländlichen Regionen viel häufiger bei der Arbeit fehlen als in größeren Städten, führt Susanne Hertzer, TK-Chefin in Brandenburg auf die oft „höhere Zahl der Fehltage in strukturschwachen Gebieten“ zurück. In den meist städtischen Großbetrieben oder in der Verwaltung ist es eher üblich, dass krankheitsbedingte Fehltage erst ab drei Tagen per Krankenschein nachgewiesen werden müssen. „Solche Unternehmen finden sich in ländlichen Gebieten kaum“, erklärt Hertzer.

Besonders häufig fallen Arbeitnehmer wegen Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen aus. Viele Ausfalltage gehen zudem auf das Konto von Atemwegsinfektionen. An dritter Stelle folgen psychische Erkrankungen wie Burnout und Depressionen. Einen möglichen Grund, dass sich Brandenburgs Arbeitnehmer im Jahr 2016 nicht häufiger als 2015 krank gemeldet haben, sieht die TK-Chefin darin, dass die Erkältungswelle im vergangenen Jahr nicht ganz so stark ausfiel.

Stress, Stimmungsschwankungen und Depressionen

Im Gegensatz zu Schnupfen und Co., die meist schnell auskuriert sind, bereiten psychische Leiden oder Rückenschmerzen Experten größere Sorgen. Bei diesen Leiden handelt es sich oft um chronische Krankheiten, die hohe Kosten im Gesundheitssystem verursachen.

Dass die Märker am Arbeitsplatz am häufigsten wegen länger andauernder Rückenprobleme fehlen, habe laut Wolfram Seidel, Chefarzt der Klinik für Manuelle Medizin an den Sana-Kliniken Sommerfeld (Oberhavel) vielfältige Ursachen. Sie reichten von Fehlbelastungen über Muskelbeschwerden bis hin zu seelischen Beschwerden der Patienten. „Stress, Stimmungsschwankungen und Depressionen wirken sich auf das körperliche Schmerzempfinden vieler Rückenpatienten aus.“ Oft sei das Krankheitsbild mit Angst und Unsicherheit während der Behandlung kombiniert.

Bei Problemen mit dem Kreuz, empfiehlt Seidel zunächst sich zu informieren und Rücksprache mit dem Hausarzt zu halten. „Jeder hat mal Rückenschmerzen. Problematisch wird es, wenn Schmerzen beim Patienten über längere Zeit bestehen bleiben und nicht einheitlich behandelt werden.“ Menschen, die in körperlich anstrengend Berufen oder den ganzen Tag am Schreibtisch arbeiten, könnten vorbeugen, in dem sie einseitige Belastungen ausgleichen, rät der Mediziner.

Von Diana Bade

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