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Brandenburger sind (un)glücklich

Lebenszufriedenheit in der Mark Brandenburger sind (un)glücklich

Die gute Nachricht: Brandenburger sind genauso glücklich wie im Vorjahr. Das Befinden ist zumindest nicht schlechter geworden. Die schlechte Nachricht: Bundesweit sehen die Brandenburger eher traurig aus. Unzufriedener sind nur noch zwei Nachbarn, zeigt jetzt der neue „Glücksatlas“.

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Wenn das Leben dir eine Zitrone gibt.

Quelle: Ryan McGuire

Berlin/Potsdam. Die Brandenburger sind genauso glücklich wie im Vorjahr - sehen bundesweit aber eher traurig aus. Im neuen „Glücksatlas“, der jedes Jahr die subjektive Lebenszufriedenheit in den Bundesländern misst, kommt Brandenburg wie bereits 2015 auf den drittletzten Platz. Unzufriedener mit ihrem Leben sind nur noch die Nachbarn in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, heißt es in der Studie, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Die Umfrage entstand im Auftrag der Deutschen Post.

Bundesweit hat das gefühlte Glück in Deutschland auf einer Skala von 0 bis 10 einen Sprung nach vorn gemacht: von 7,02 Punkten im Jahr 2015 auf nun 7,11. Dieser Unterschied ist für Glücksforscher von Bedeutung, weil Deutschland seit Jahren beim subjektiven Wohlbefinden bei einem Wert um 7,0 verharrte. Brandenburg kommt aber nur auf 6,8 Punkte.

Haushaltseinkommen: Weniger als im Durchschnitt

Die Umfrage basiert auf Fragen zu verschiedenen Lebensbereichen. Am größten ist der Abstand zum Bundesdurchschnitt in Brandenburg beim Haushaltseinkommen. Hier schneidet die Region 0,7 Punkte schlechter ab. Bei der Gesundheit und Arbeit sind es 0,4 Punkte weniger als im Durchschnitt.

Das subjektive Gefühl hat für die Autoren objektive Gründe. Mit 18 599 Euro sei das verfügbare Jahreseinkommen in Brandenburg geringer als im Bundesdurchschnitt mit 21 117 Euro. In den östlichen Bundesländern sei es aber dennoch das höchste.

Gehaltsatlas

N ach dem aktuellen Länderranking „Gehaltsatlas“ des Vergleichsportals Gehalt.de verdienen Beschäftigte in Hessen durchschnittlich die höchsten Gehälter – gefolgt von Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg und Nordrhein-Westfalen.

Anders sieht das Lohnniveau in den neuen Bundesländern aus. Dort sind Brandenburg, Sachsen und Thüringen in eben jener Reihenfolge die Schlusslichter.

Potsdam liegt im Vergleich mit anderen Landeshauptstädten ebenfalls auf den hinteren Plätzen. Schlechter bezahlt wird man nur noch in Erfurt (Thüringen), Magdeburg (Sachsen-Anhalt) und Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern).

Berlin sticht im Ranking hervor. Die Bundeshauptstadt liegt zwar im Ranking nur auf Platz 11, hat aber weiterhin großes Potenzial. „Die Bundeshauptstadt Berlin hat eine sehr starke Sogkraft auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus den umliegenden Bundesländern und zieht vor allem viele Akademiker an, die entsprechend höhere Gehälter verdienen“, sagt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

Nach Mecklenburg-Vorpommern mit 45,4 Pflegebedürftigen pro 1000 Einwohner hat Brandenburg mit 42 die zweithöchste Pflegequote in Deutschland. Das macht sich im Bereich Gesundheit bemerkbar.

In keiner anderen deutschen Region sind allerdings so viele Menschen verheiratet oder leben mit einem Partner zusammen wie in Brandenburg - es sind rund drei Viertel (74 Prozent). Liebevolle Partnerschaften und Familien gelten als mit der wichtigste Faktor für ein zufriedenes Leben.

Von dpa

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