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Brandenburger unter Toten von Istanbul

IS-Anschlag in der Türkei Brandenburger unter Toten von Istanbul

Es sollte eine unvergessliche Reise durch drei Länder werden: Türkei, Dubai, Abu Dhabi. Doch für ein Ehepaar aus Falkensee (Havelland) endete ein Ausflug ins Herz Istanbuls mit dem Tod. Ein IS-Attentäter sprengte sich direkt neben ihnen in die Luft. Mit den Brandenburgern sterben mindestens sechs weitere Deutsche.

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Der Leichnam eines Opfers des Anschlags wird geborgen.

Quelle: dpa

Potsdam. Unter den mindestens acht deutschen Todesopfern des Anschlags in Istanbul ist nach Angaben der Potsdamer Landesregierung auch ein Ehepaar aus Brandenburg. Zwei 71 und 73 Jahre alte Eheleute aus Falkensee bei Berlin seien umgekommen, sagte Regierungssprecher Andreas Beese am Dienstagabend. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zeigte sich zutiefst erschüttert von ihrem Tod. „Hier wurden Unschuldige Opfer sinnlosen Terrors“, sagte Woidke nach Angaben Beeses.

Nach Informationen der „Berliner Zeitung“ soll unter den Todesopfern auch ein Urlauber aus Berlin sein. Zudem seien eine Frau aus Berlin schwer, ein weiterer Mann aus Berlin leicht verletzt worden, schreibt das Blatt.

Die Opfer des Anschlags in Istanbul waren nach Angaben des Reiseveranstalters Lebenslust Touristik auf einer Drei-Länder-Erlebnisreise und kamen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Der 1988 geborene Angreifer sprengte sich am Dienstagvormittag mitten in einer deutschen Reisegruppe in der Umgebung der Hagia Sophia und der Blauen Moschee in die Luft. Neben dem Attentäter starben im historischen Zentrum der Stadt zehn Menschen, 15 weitere wurden verletzt.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan machte in Ankara einen „Selbstmordattentäter syrischer Herkunft“ für die Tat verantwortlich. Die Nachrichtenagentur DHA berichtete dagegen, der Angreifer stamme aus Saudi-Arabien und sei kürzlich aus Syrien in die Türkei eingereist. Der Terroranschlag rief weltweit Trauer und Entsetzen hervor.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verurteilte den Anschlag als „mörderischen Akt“: „Die Terroristen sind Feinde aller freien Menschen, ja, sie sind Feinde aller Menschlichkeit“, sagte sie am Dienstagabend in Berlin. Die Kanzlerin betonte: „Genau diese Freiheit und unsere Entschlossenheit, gemeinsam mit unseren internationalen Partnern, gegen diese Terroristen vorzugehen, werden sich aber durchsetzen.“ Möglicherweise könne es noch weitere Todesopfer geben.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sprach von „Stunden der Trauer, der Wut und des Entsetzens“. „Seit vielen Jahren hat uns Deutsche der Terror nicht mehr so schwer getroffen wie heute in Istanbul“, sagte Steinmeier. Bundesinnenminister Thomas de Maizière wollte am Mittwoch nach Istanbul reisen und sich ein Bild von der Lage machen.

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sprach Merkel sein Beileid und Bedauern aus. In Ankara sagte er, alle Todesopfer seien Ausländer gewesen. Zwei Leichen waren am Abend noch nicht identifiziert, wie das peruanische Außenministerium unter Berufung auf die türkische Polizei berichtete. Das Ministerium in Lima relativierte damit frühere Angaben, wonach ein Todesopfer aus Peru gekommen sei.

Unter den deutschen Opfern sind mehrere Touristen eines Berliner Reiseunternehmens. „Die schrecklichen Ereignisse des heutigen Tages machen uns tief betroffen“, sagte der Geschäftsführer der Lebenslust Touristik GmbH Berlin, Marco Scherer. Die Deutschen waren nach Angaben des Sprechers des Reiseunternehmens, Ingo Leßmann, auf einer Drei-Länder-Erlebnisreise und kamen aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Reisegruppe sollte von Istanbul über Dubai nach Abu Dhabi reisen.

Insgesamt zählte die Gruppe laut Leßmann 33 Menschen. Ein Teil von ihnen habe an einem Gruppenbesuch der Wahrzeichen Istanbuls teilgenommen. Auf dieser Tour lag auch der Anschlagsort. Andere Urlauber hätten ein individuelles Programm absolviert.

Von MAZ-online

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