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Brandenburger zahlen am meisten fürs Abwasser

Deutschlandweite Studie Brandenburger zahlen am meisten fürs Abwasser

Haushalte in Deutschland zahlen je nach Wohnort sehr unterschiedliche Gebühren für Abwasser. Das geht aus einer Studie des Verbands Haus und Grund hervor. Unter den 100 größten Städten Deutschlands liegen zwei Brandenburger an der Spitze: In Potsdam und Cottbus ist die Abwasserentsorgung mit Abstand am teuersten.

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Abwassergebühren gehen stark auseinander.

Quelle: ps-ixel - stock.adobe.com

Potsdam. Wenn Potsdamer Bürger duschen oder auf die Toilette gehen wollen, sollten sie überlegen, ob sie sich das überhaupt noch leisten können. Nach einer Studie des Eigentümerverbands Haus und Grund muss eine vierköpfige Familie im Schnitt gut 911 Euro Abwassergebühren zahlen. Damit liegt die brandenburgische Landeshauptstadt im Vergleich der 100 größten Städte an der Spitze. Cottbus ist mit knapp 839 Euro die zweitteuerste Stadt. Im baden-württembergischen Ludwigsburg kommt die Musterfamilie dagegen mit knapp 262 Euro am günstigsten weg.

Der Verband Haus und Grund kritisierte, allein durch die Kosten für Kanäle, Pumpen und Kläranlagen ließen sich solche Unterschiede nicht erklären. Teils würden Stadtwerke auch schlecht geführt oder sie gäben das Gebührengeld sachfremd aus. Lars Eichert, Landesvorsitzender von Haus und Grund Brandenburg, sagte der MAZ, es sei sinnvoller, die Kosten für die Abwasser- aber auch Müllentsorgung über Steuern zu finanzieren und nicht über Gebühren.

In Potsdam würden die Gebührenzahler nicht nur Entschädigungen in Folge einer gescheiterten Privatisierung zahlen, sondern zum Teil auch das alljährliches Stadtwerkefest, bei dem – bei freiem Eintritt – an diesem Wochenende die Band Silly und der Sänger Andreas Bourani erwartet werden.

Die Cottbuser Stadtverwaltung stellte die Methodik der Studie infrage. Für die Berechnung sei der Wasserverbrauch der „alten Länder“ genommen worden, der im Osten jedoch niedriger sei.

Von Torsten Gellner

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