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Brandenburg Gauland bezeichnet Polizisten als Knallchargen
Brandenburg Gauland bezeichnet Polizisten als Knallchargen
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20:39 09.06.2016
Brandenburgs AfD-Chef Quelle: dpa-Zentralbild
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Potsdam

„Knallchargen“, Parkverbote könne man brechen – Brandenburgs AfD-Chef Alexander Gauland hat über die Polizei und die Verkehrsregeln offenbar seine ganz eigene, ziemlich irritierende, Meinung. Und er hat sich zudem den Ärger von Brandenburgs Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke zugezogen, außerdem fordert die Polizeigewerkschaft eine Entschuldigung.

Auslöser ist ein Knöllchen, das Gauland am Donnerstag vor dem Landtag in Potsdam kassiert hat. Er parkte seinen Wagen, einen Jaguar, im Parkverbot. Darüber berichtet die BILD in ihrer Freitagausgabe. Ein Reporter sprach Gauland auf das Knöllchen an und der AfD-Politiker teilte mächtig aus.

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Parkverbote seien lässlich, „die kann man auch brechen“, wird Gauland zitiert. Außerdem wünsche er sich, dass alle Verkehrsschilder verschwinden. Speziell die für Tempolimits. Es sei sehr unübersichtlich, wenn alle paar Meter ein neues Tempo gelte. „Das ist absurdes Zeug.“

Gauland bezeichnet Polizisten als „Knallchargen“

Und dann beleidigt er die Polizisten. Er ärgere sich am meisten über die Verkehrspolizei. „(...) dann steht immer so ’ne Knallcharge mit diesem komischen Blitzergerät rum“, wird er zitiert. Da kassiere man ganz schnell einen Punkt, das finde er ganz schlimm.

Brandenburgs Polizei reagiert empört. Polizeipräsident Mörke sagte, dass Gauland die Polizei missachte, die für die Einhaltung der Regeln sorge. Und man dürfe nicht vergessen, dass die „Knallchargen“ auch ihn und die anderen AfD-Abgeordneten schützen. Brandenburgs Polizeigewerkschafts-Chef Andreas Schuster forderte via BILD eine Entschuldigung von Gauland.

Gauland hat erst kürzlich die Kanzlerin und Fußballer Boateng beleidigt

Gauland hat in den vergangenen Tagen immer wieder für Entrüstung und Empörung mit verschiedenen Aussagen gesorgt. Kürzlich bezeichnete er Bundeskanzlerin Angela Merkel als „Kanzler-Diktatorin“. Wenige Tage zuvor empörte er mit einer fremdenfeindlichen Aussage zu Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng. Er wurde mit dem Satz zitiert: „Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben“. Gauland bestreitet, den Satz so gesagt zu haben.

Kuriose Versteigerung als Folge von Gauland-Interview

Die Empörung darüber war dennoch groß. In Brandenburg kam es danach zu einer kuriosen Solidaritätsaktion mit Boateng. Für ein Flüchtlingsprojekt werden bei ebay drei Kinderschokolade-Tafeln mit der Unterschrift von Boateng versteigert. Viele Medien haben darüber berichtet. Die Gebote für die Tafeln liegen jeweils bei mehr als 1000 Euro.

Von MAZonline

Sie sollen 6000 Menschen mit großen Versprechen gelockt und später abgezockt haben. In Berlin steht seit Donnerstag eine Betrügerbande vor Gericht – unter den Angeklagten ist auch ein Brandenburger. Die mutmaßlichen Betrüger haben satten Gewinnen aus Goldgeschäften gelockt. Doch im Tresor glänzten billige Imitate aus China.

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