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Brandenburg Brandenburgs Bildungsminister kritisiert Linke
Brandenburg Brandenburgs Bildungsminister kritisiert Linke
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15:35 12.12.2015
Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske (SPD) Quelle: dpa-Zentralbild
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Potsdam

In der Debatte um „längeres gemeinsames Lernen“ hat Bildungsminister Günter Baaske (SPD) den Koalitionspartner, die Linke, kritisiert. Diese müsse „endlich unmissverständlich“ definieren, was sie unter einer Gemeinschaftsschule verstehe. „Es scheint eher um Wortklauberei zu gehen“, sagte Baaske der MAZ. Der Linken hielt er vor, „scheinbare Erfolge“ feiern zu wollen.

Hintergrund ist ein gemeinsamer Antrag von SPD und Linken für die Landtagssitzung in der kommenden Woche. Darin war die SPD dem Partner weit entgegengekommen und gab ihre grundsätzlichen Vorbehalte gegen die Schaffung von Gemeinschaftsschulen auf, auch wenn sie den Begriff nicht verwendet. Darüber hatte sich die Linke erfreut gezeigt, die schon länger als Ziel den „Einstieg“ in eine solche Schule ausgegeben hatte, von der SPD aber ausgebremst wurde. In dem Antrag wird die Landesregierung aufgefordert, bis Juni 2016 dem Parlament ein „Konzept zur Stärkung von Schulzentren“ vorzulegen – so nennt die SPD diese Schulen. Es sollten gezielt Anreize geschaffen werden, damit sich eine Grund- und Oberschule oder eine Gesamtschule oder ein Gymnasium zu einem solchen Schulzentrum zusammenschließen, hieß es.

So reagierten Brandenburgs Politiker>>

Baaske sagte: „Wir alle wollen eine Schule als Lern- und Lebensort, in dem die Schülerinnen und Schüler lange gemeinsam lernen können und früh und intensiv individuell gefördert werden.“ Wenn der Koalitionspartner diesen Inhalt „Gemeinschaftsschule“ nennen wolle, könne er das „intern“ gerne machen. „Mein Arbeitsauftrag ist im Koalitionsvertrag festgelegt und heißt ’Schulzentren“.

Baaske legte sich fest, dass es mit ihm eine Änderung des Schulgesetzes nicht geben werde. Er stellte darüber hinaus klar, dass am Bestand der Gymnasien als eigenständiger Schulform keinen Zweifel geben dürfe. Ziel eines „Schulzentrums“ müsse es sein, dass Schüler von der 1. Klasse „bis mindestens zur Jahrgangsstufe 10“ gemeinsam den Unterricht besuchen, ohne die Schule wechseln zu müssen.

Von Igor Göldner

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