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Brandenburg Senfleben zollt Merkel „großen Respekt“
Brandenburg Senfleben zollt Merkel „großen Respekt“
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17:04 29.10.2018
CDU-Landes- und Fraktionschef in Brandenburg: Ingo Senftleben. Quelle: dpa
Potsdam

Der brandenburgische CDU-Landeschef Ingo Senftleben hat nach dem angekündigten Rückzug von Angela Merkel als Parteivorsitzende die Hoffnung geäußert, dass die Union mit personellen Veränderungen wieder mehr Vertrauen aufbauen könne. „Wir müssen aber verhindern, dass der Eindruck entsteht, uns seien Einzelpersonen wichtiger als das Land.“, erklärte Senftleben, der Merkels Kurs in der Flüchtlingsfrage vehement unterstützt hatte. Merkel gebühre für ihren Schritt, für den Parteivorsitz nicht mehr zu kandidieren, „großen Respekt“.

Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Bayern und Hessen seien geprägt gewesen von einem „schlechten Erscheinungsbild“ der Bundesregierung, sagte Senftleben. Die Wähler würden nicht verstehen, wenn das ohne sichtbare Konsequenzen bliebe. Im Gespräch mit Bürgern habe er erlebt, dass nicht nur die Art und Weise der Großen Koalition kritisiert worden sei, sondern die Tatsache, dass es sie überhaupt gebe. „Wir brauchen deshalb einen spürbaren Ruck in der Berliner Republik. Durchhalteparolen und eine Politik des Weiter so würden uns als Volkspartei schaden und den allgemeinen Frust nur steigern“, so der märkische CDU-Chef, der Spitzenkandidat seiner Partei für die Landtagswahl am 1. September 2019 werden will. Sein Wahlziel ist es, dass die CDU erstmals seit 1990 stärkste Partei wird und er Ministerpräsident wird.

Tiemann hofft auf fairen Wettbewerb

Die CDU-Bundestagsabgeordnete und frühere Oberbürgermeisterin in Brandenburg/Havel, Dietlind Tiemann, erklärte, sie wünsche sich, was die Nachfolge im Parteivorsitz angehe, einen fairen Wettbewerb. „Die Mitglieder erwarten in der derzeitig schwierigen Lage unserer Partei ein offenes Visier und Überzeugung in der Sache.“ Dies sei nicht zuletzt eine Frage der Achtung gegenüber Angela Merkel, die große Fußstapfen hinterlasse, so Tiemann.

„Über die Zukunft unserer Partei ist mir nicht bange“, erklärte der Prignitzer Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke. „Die CDU hat aus meiner Sicht viele kluge und geeignete Köpfe, die die Partei in eine gute Zukunft führen können“, so Steineke.

Der Kreisvorsitzende von Teltow-Fläming, Danny Eichelbaum, sprach von einer „richtigen und klugen Entscheidung“ Merkels. Aber durch die Große Koalition in Berlin sei auch Vertrauen in die Politik verloren gegangen. „Die Menschen sind vor allem enttäuscht über die Art und Weise der Auseinandersetzungen innerhalb der Bundesregierung und der Regierungskoalition. Dafür tragen viele Personen die Verantwortung.“ Er freue sich jetzt über eine breite Diskussion innerhalb der Partei über die Nachfolge. Es gebe mehrere hervorragende Kandidaten.

Von Igor Göldner

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