Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Brandenburgs Eltern zum Schulstart spendabel

Fit für die Einschulung Brandenburgs Eltern zum Schulstart spendabel

Brandenburger Eltern sind spendabel und stecken ihren Kindern nicht nur Süßigkeiten in die Tüte. Rund 21000 Schulanfänger werden in der nächsten Woche ihren großen Tag haben. Mit Zuckertüte in der Hand geht es dann zum ersten Mal in die Schule. Doch was steckt bundesweit in jeder zehnten Schultüte? Und wie viel geben die Märker im Schnitt aus?

Voriger Artikel
Gleiche Gedanken zur gleichen Zeit
Nächster Artikel
Öfter psychische Störungen bei Schulanfängern

In den Schultüten stecken längst nicht mehr nur Süßigkeiten und Stifte.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Ob groß oder klein, eckig oder rund: Die Schultüte versüßt den rund 21 000 Abc-Schützen im Land, die in einer Woche eingeschult werden, ihren großen Moment. Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Goldmedia ergab, dass die meisten Schulanfänger auch in diesem Jahr eine klassisch gefüllte Schultüte im Arm halten werden. Süßigkeiten, Schreibwaren und Spielzeug sind die meist gekauften Geschenke. In jeder zehnten deutschen Schultüte steckt ein Handy.

Brandenburger greifen etwas tiefer in die Tasche

Im bundesweiten Vergleich geben Eltern durchschnittlich 70 Euro für die Schultüte inklusive Füllung aus. Brandenburg liegt mit 77,78 Euro leicht darüber. Die Niedersachsen geben mit rund 56 Euro am wenigsten aus. Am spendabelsten sind hingegen Eltern aus Sachsen, die 105 Euro in die Schultüte ihrer Sprösslinge investieren. 85 Prozent der 1216 befragten Eltern wollen ihren Kindern Süßigkeiten schenken, 80 Prozent packen Schreibwaren für die Schulzeit in die Tüte. In mehr als jeder zehnten (elf Prozent) steckt sogar ein Mobiltelefon oder ein Mp3-Player. Außerdem zeigte die Studie, dass die Eltern überwiegend nach Rabatten Ausschau halten, drei Viertel der Befragten kaufen Angebote lieber im Internet.

In jeder zehnten Zuckertüte steckt in Deutschland ein Handy

In jeder zehnten Zuckertüte steckt in Deutschland ein Handy.

Quelle: dpa

Das Wort „Zuckertüte“ kommt nicht von ungefähr. Antje Grabley, Sprecherin des Bildungsministeriums im Land Brandenburg, kann verstehen, dass die meisten Eltern der Tradition wegen Schokolade, Gummibärchen und Lakritzstangen in die Schultüte stecken. „Pädagogisch wertvoll ist das aber nicht“, fügt sie hinzu. Die Eltern sollten sich überlegen, ihren Kindern etwas mit auf den Weg zu geben, das sie auch im Alltag gut verwenden können. Schreibwaren seien eine gute Idee, aber es gibt auch noch Alternativen, wie kleine Lesebüchlein oder Eintrittskarten für Museen oder Tierparks. „Man sollte den Kindern spielerisch Anregungen für das eigene Leben mitgeben“, so Grabley weiter.

Der erste Tag wird versüßt – Eine Tradition

Die Tradition der Schultüte geht in Deutschland bis ins 19. Jahrhundert zurück. Die Sachsen und Thüringer haben ihren Schulanfängern als erstes den Weg ins Klassenzimmer versüßt. Nach und nach setzte sich der Brauch auch im Süden und Westen durch. Heutzutage basteln Eltern die Schultüten nur noch selten selbst. 60 Prozent gaben an, eine fertige zu kaufen. 18 Prozent sind der Meinung, dass Inhalt und Schultüte der Kinder auf deren Familien schließen lassen.

Bundesweiter Marktführer unter den Schultüten- Herstellern ist Nestler Feinkartonagen aus Ehrenfriedersdorf (Sachsen). Dort werden die Tüten in verschiedenen Varianten und Größen produziert, von 12 bis 100 Zentimeter Umfang. Jedes Jahr stellt Nestler etwa zwei Millionen Schultüten her.

Von Luise Fröhlich

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg