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Brandenburg Brandenburgs FDP peilt Wiedereinzug in Landtag an
Brandenburg Brandenburgs FDP peilt Wiedereinzug in Landtag an
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00:22 20.02.2019
Der FDP-Politiker Hans-Peter Goetz geht nach 2009 erneut als Spitzenkandidat ins Rennen. Quelle: dpa
Wildau

Die brandenburgische FDP wird – wie schon 2009 – mit dem Rechtsanwalt Hans-Peter Goetz als Spitzenkandidat in den Landtagswahlkampf gehen. Der 57-Jährige setzte sich auf einer Landesvertreterversammlung am Samstag in Wildau (Dahme-Spreewald) in einer Kampfabstimmung gegen zwei Mitbewerber durch – am Ende recht deutlich. Goetz erhielt 110 von 194 Stimmen (56,7 Prozent). Jeff Staudacher (30) aus Forst kam auf 42 Stimmen; Anja Schwinghoff (36) aus Bad Liebenwerda erhielt 39 Stimmen.

Die Liberalen, die 2014 aus dem Landtag flogen, peilen am 1. September den Wiedereinzug an. Goetz gab als Ziel aus, mindestens acht Prozent der Stimmen zu erreichen. Er machte deutlich, dass die FDP bereit sei, auch Regierungsverantwortung zu übernehmen. „Wir können aber auch putzmuntere Opposition machen“, sagte Goetz. In Anspielung auf Bundesparteichef Christian Lindner, der die Absage an „Jamaika“ auf Bundesebene einst mit dem Satz „Es ist besser, nicht zu regieren als falsch zu regieren“ begründete, sagte Goetz: „Noch besser ist es, gut zu regieren.“ Er schloss zugleich eine Koalition mit Linken oder AfD aus und erhielt dafür viel Beifall.

Goetz hat in Teltow (Potsdam-Mittelmark) mit seine Frau eine Anwaltspraxis und war bereits 2009 Spitzenkandidat. Er führte seine Partei damals mit 7,2 Prozent in den Landtag – nach 15 Jahren Opposition. Er war dort zunächst Fraktionschef, musste den Posten aber nach innerparteilichem Zwist im Juli 2010 wieder abgeben und trat zurück. „Ich hoffe, wir haben daraus gelernt“, sagte Goetz dazu und rief die Partei zur Geschlossenheit auf. Brandenburg müsse „ein Land der Chancen“ und Rot-Rot abgewählt werden. Goetz’ Leitmotiv: „Wir gängeln nicht, sondern vertrauen jedem Einzelnen und sorgen dafür, dass jeder nach seiner Facon glücklich werden kann. „

Auf Platz wählten die Vertreter den Landesvorsitzenden Axel Graf Bülow. Der hatte im Vorfeld auf die ursprünglich von ihm angepeilte Spitzenkandidatur verzichtet. Der 66-Jährige betonte in seiner Rede, dass er mit Goetz „im Team“ antrete und eine Aufteilung von Landesvorsitz und Spitzenkandidatur in einem Flächenland wie Brandenburg sinnvoll sei. Bülow setzte sich mit 77,4 Prozent gegen den Juristen Stephan von Hundelshausen aus Oberhavel durch.

Auf Platz drei wurde Generalsekretärin Jacqueline Krüger gewählt. Der Chef der Jungen Liberalen, Matti Karstedt, kam auf Platz 4. Jeff Staudacher, der für Platz 1 kandidiert hatte und sich als Bildungspolitiker in Szene setzte, erreichte Platz 5. Es folgen auf Platz 6 und 7 die Ärztin Gabriele Schare-Ruf aus Rheinsberg und der Anwalt Ronny Fölsner aus Eberswalde.

Die FDP liegt derzeit in Umfragen zwischen vier und sieben Prozent. Bei einem Einzug in den Landtag kann sie mit fünf bis sieben Mandat rechnen.

Von Igor Göldner

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