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Brandenburg Görke wirbt für engere Kontakte mit Kuba
Brandenburg Görke wirbt für engere Kontakte mit Kuba
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01:16 07.12.2018
Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung Brandenburg-Kuba: Beatriz Aragón Fernández von der Universität Kuba und der Potsdamer Unternehmer Stephan Goericke (r.), Chef von iSQI. In der Mitte Finanzminister Christian Görke (Linke). Quelle: I. Göldner
Potsdam

Der brandenburgische Finanzminister Christian Görke (Linke) will sich für engere Wirtschaftsbeziehungen zu Kuba einsetzen. Derzeit würden nur 15 Unternehmen aus Brandenburg Geschäftsbeziehungen zu Kuba unterhalten. Waren im Wert von rund 74 Millionen Euro würden von Kuba nach Deutschland importiert. „Florierender Handel sieht anders aus. Das muss sich ändern“, sagte Görke, der darum warb, dass gerade Ostdeutsche an die früheren Beziehungen zu Kuba anknüpfen könnten.

Anlass war am Dienstag die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung des Potsdamer Unternehmens iSQI mit der Universität für Informatik in Havanna. Im Frühjahr 2019 soll in Havanna ein Trainings- und Zertifizierungszentrum eröffnet werden. Dort sollen kubanische IT-Fachkräfte geschult werden. Der Chef der Firma, Stephan Goericke, sagte, Ziel sei es, dass international agierende Firmen in die Lage gebracht werden, IT-Fachleute aus Kuba einzusetzen.

Das Unternehmen International Software Quality Institute (iSQI) ist Ausbildungspartner für Firmen und zertifiziert vor allem IT-Fachkräfte. Mit einer Zertifizierung wird die fachliche Qualifizierung von IT-Fachleuten belegt. Unterstützt wird das Unternehmen von der IHK Potsdam und dem Bundesentwicklungshilfeministerium.

Geschäftsbeziehungen seit 2016

Die Potsdamer Firma hat seit 2016 Geschäftsbeziehungen zu Kuba, die nicht immer leicht gewesen seien, berichtete Goericke. „Da braucht man einen langen Atem.“ Da müsse viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. „Wir haben dann aber festgestellt, dass die Uhren doch nicht so verschieden ticken.“

Inzwischen habe seine Firma in Kuba über 100 Fachkräfte qualifizieren können. Es seien Trainer ausgebildet worden, die wiederum ihre eigenen Leute schulen konnten. Das laufe in Kooperation mit anderen Firmen ab, aber auch mit Universitäten, wie der für Informatik in Havanna. „Es ist im Interesse deutscher Firmen, dort Fachkräfte vorzufinden“, betonte Goericke. Es gebe einen großen Bedarf an IT- und Telekommunikationsprojekten.

Seit sich Kuba der Marktwirtschaft geöffnet habe, hätten viele Unternehmen versucht, Kontakte zu knüpfen. Allerdings seien viele Projekte nicht von Nachhaltigkeit geprägt gewesen. „Wir glauben, dass in Kuba besondere Chancen für Ostdeutsche bestehen.“

Von Igor Göldner

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