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Brandenburgs Firmen buhlen um Ferienjobber

Ferienjob als Karrierestart Brandenburgs Firmen buhlen um Ferienjobber

Von der Schulbank in die Werkhalle: Mit der Wahl des richtigen Ferienjobs können Schüler schon früh den Grundstein für die spätere berufliche Karriere legen. Besonders Unternehmen, die stark vom Fachkräftemangel geplagt sind, wählen ihr Personal schon in jungen Jahren mit Blick auf die Zukunftsperspektive aus.

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Quelle: dpa

Potsdam.  Von der Schulbank in die Werkhalle: Mit der Wahl des richtigen Ferienjobs können Schüler schon früh den Grundstein für die spätere berufliche Karriere legen. Besonders Unternehmen, die stark vom Fachkräftemangel geplagt sind, wählen ihr Personal schon in jungen Jahren mit Blick auf die Zukunftsperspektive aus.

Bei Metallbau Windeck in Brandenburg an der Havel sind Schüler in den am 16. Juli startenden Sommerferien gern gesehen – nicht nur wegen der knappen Personaldecke in der Urlaubszeit. „Wir nutzen Ferienjobs als Werkzeug zur Azubi-Gewinnung“, sagt Personalchefin Sandra Damaschke. Zwei Schülerjobs hat das Unternehmen ständig zu bieten. Einsteiger verdienen fünf Euro pro Stunde, wer gut ist, darf gern wiederkommen und mehr verdienen. Einer habe sich sogar vom Schülerjobber bis zum Meister hochgearbeitet, berichtet Damaschke. Die Ferienjobs sind in der Regel schnell vergeben. „Bis Ostern sollte man sich Gedanken machen, was man in den Ferien vorhat.“

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Die Brandenburger Metallbaufirma, die für ihre Nachwuchsarbeit mehrfach ausgezeichnet wurde, ist kein Einzelfall. Auch beim Zughersteller Bombardier in Hennigsdorf (Oberhavel) sucht man Schüler mit Motivation und Ehrgeiz. Über den Sommer arbeiten dem Unternehmen zufolge gut 20 Schüler im Produktionsbereich, etwa in der Endmontage von Zügen, sowie im kaufmännischen Bereich. Ferienjobs seien ein „sehr wichtiges Rekrutierungsinstrument, da wir so potenzielle Auszubildende finden“, sagt Bombardier-Ausbildungschefin Alicia Poschmann.

Noch einen Schritt weiter geht Hüffermann Transportsysteme in Neustadt/Dosse (Ostprignitz-Ruppin). In der strukturschwachen Region stemmt sich der Hersteller für Lkw-Spezialanhänger gegen den demografischen Wandel. „Schüler können auch außerhalb der Ferien jederzeit bei uns Praktika machen“, sagt Geschäftsführer Stephan von Schwander. Fünf bis sechs Schüler seien in den Ferien ständig im Einsatz – auch „um der Jugend in der Gegend eine Perspektive zu geben“. Für die Suche nach den Fachkräften von Morgen gibt es ein ausgefeiltes Programm. Es beinhaltet unter anderem eine Kooperation mit dem Neustädter Gymnasium und einen Ausbildungsfonds mit Prämiensystem für besonders leistungsstarke unter den 30 Lehrlingen pro Jahr.

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Tausende Jobs im ganzen Land Brandenburg: MAZjob.de

An der Fachhochschule Brandenburg erforscht Professor Andreas Wilms unternehmerische Strategien gegen den Fachkräftemangel. Als Instrument zur Gewinnung junger Fachkräfte seien Ferienjobs nicht flächendeckend verbreitet, aber durchaus zielführend, urteilt Wilms. „Um Schüler schon frühzeitig für Jobs zu begeistern, unternehmen Firmen immer größere Anstrengungen.“ Früher sei es bei Ferienjobs allein darum gegangen, Arbeit gegen Bezahlung zu tauschen. „Heute suchen Unternehmen so auch nach zukünftigen Mitarbeitern.“

Von Bastian Pauly

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