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Brandenburgs Helpto.de bald bundesweit

Flüchtlingshelfer vernetzt Brandenburgs Helpto.de bald bundesweit

Flüchtlingshelfer vernetzen sich im Internet seit einigen Wochen auf dem in Potsdam entwickelten Portal HelpTo.de. Den Startschuss machte die Landeshauptstadt. Seit Mittwoch ist das Angebot auch in Berlin nutzbar. Doch damit sind die Kapazitäten längst nicht erschöpft. Immer mehr bekunden bundesweit Interesse an dem kostenlosen Portal.

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Helfer in der Erstaufnahme-Zweigstelle in Potsdam.

Quelle: Danny Frank

Berlin/Potsdam. Die in Potsdam entwickelte Internetplattform Helpto.de zur Vernetzung von Flüchtlingshelfern soll ihre Aktivitäten bundesweit ausdehnen. Zuerst war es in der Landeshauptstadt gestartet und dann unter anderem auf Königs Wusterhausen und Ostprignitz-Ruppin ausgeweitet worden. Seit Mittwoch ist das Angebot, das sich gleichermaßen an Organisationen, Unternehmen, Vereine, Bürger und Flüchtlinge richtet, auch in Berlin nutzbar. In den kommenden zwei Wochen werde das Angebot zudem lokal in drei weiteren Bundesländern starten, wie Sprecher Volker Gustedt bei der Vorstellung des Portals in Berlin sagte.

Anders als vergleichbare Plattformen spricht die Internetseite sämtliche Akteure an, die in die Flüchtlingshilfe involviert sind oder etwas beitragen möchten. Auf der Startseite wählen Interessierte ihren Landkreis oder ihre kreisfreie Stadt aus. Nach einer kurzen Registrierung mit der eigenen E-Mail-Adresse kann der Nutzer Hilfsgesuche einsehen oder seine eigenen Beitrag anbieten.

Das Flüchtlings-Hilfe-Portal im Internet gibt es bald schon bundesweit

Das Flüchtlings-Hilfe-Portal im Internet gibt es bald schon bundesweit.

Quelle: Screenshot / helpto.de

Help.to als zentrale Anlaufstelle, nicht als Konkurrenz

Die bislang zehn Kategorien umfassen unter anderem Sachspenden, Fahrdienste, Begleitung zu Ämtern, Wohnungs- und Abeitsplatzsuche. Es können sich sowohl lokale Initiativen mit ihren Gesuchen und Spendenkonten präsentieren als auch Unternehmen, die zum Beispiel Praktikumsplätze oder Kennenlern-Treffen für Flüchtlinge anbieten.

Die Beteiligten betonen, dass Helpto.de nicht in Konkurrenz zu anderen Initiativen und Websites stehe. Vielmehr solle sich die Plattform im Idealfall als zentrale Anlaufstelle für alle Interessierten etablieren. „Wir richten uns auch an ein Publikum, das nicht im Verein organisiert ist, aber sich dennoch einbringen möchte“, sagte Daniel Wetzel vom Verein Neues Potsdamer Toleranzedikt. Der Verein hat die Internetseite mit Hilfe von Privatspenden und Unternehmen auf die Beine gestellt und inzwischen für acht Landkreise und kreisfreie Städte in Brandenburg geschaltet. Bis Ende des Jahres soll Helpto.de in ganz Brandenburg verfügbar sein.

Interesse an kostenfreiem Angebot groß

„Helpto.de war von Anfang an als überregionales Angebot geplant“, sagte Gustedt. Demnächst folgen Ludwigsburg in Baden-Württemberg, Magdeburg in Sachsen-Anhalt sowie der Kreis Marburg-Biedenkopf in Hessen. Zahlreiche weitere Kommunen, für die bei der Plattform keine Kosten entstehen, haben Gustedt zufolge ihr Interesse bekundet.

„Man muss sehen, dass Ehrenamtliche nicht unbegrenzte Ressourcen haben“, sagte der Bürgermeister des Bezirks Berlin-Mitte, Christian Hanke (SPD), bei der Vorstellung der Seite. Helpto.de helfe den Helfern, Zeit zu sparen und Reibungsverluste zu vermeiden, indem Hilfsgesuche und -angebote auf einer Seite zentralisiert werden.

Hass-Kommentaren wird entgegengewirkt

Flüchtlingsinitiativen verwenden oft viel Zeit darauf, ihre Arbeit im Internet zu kommunizieren. Sie werden dabei auch immer wieder durch böswillige und einschüchternde Kommentare behindert. Helpto.de will diesem Problem mit Filter- und Meldefunktionen begegnen.

Weil das Angebot zudem auf Englisch verfügbar ist, soll es auch für Flüchtlinge leichter nutzbar sein. Laut Gustedt haben bereits Flüchtlinge auf der Plattform selbst Hilfe wie etwa Übersetzungsdienste angeboten.

Von MAZonline und dpa

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