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Brandenburgs Justizminister: Stefan Ludwig

Personalie Brandenburgs Justizminister: Stefan Ludwig

Der Linken-Landtagsabgeordnete Stefan Ludwig wird der neue Justizminister in Brandenburg. Das gab der Vorstand der Linken am Dienstagabend – dem Geburtstag Ludwigs - in Potsdam bekannt. Seit dem Rücktritt von Helmuth Markov (Linke) wegen der Dienstwagen-Affäre suchte die Linke händeringend nach einem Nachfolger.

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Stefan Ludwig.
 

Quelle: dpa

Potsdam. Der Linken-Landtagsabgeordnete Stefan Ludwig soll neuer Justizminister in Brandenburg werden. Der Landesvorstand habe den 49-Jährigen einstimmig nominiert, sagte Parteichef Christian Görke am Dienstag in Potsdam. "Ich freue mich dass ich jemanden vorschlagen kann, der ein anerkannter Politiker ist."

Weiter lobte Görke den Parteifreund: "Er ist Brandenburger, Volljurist und er bringt als ehemaliger rechtspolitischer Sprecher die besten Voraussetzungen mit, für uns das Ressort Justiz, Europa und Verbraucherschutz kompetent zu vertreten."

„Ich bin einziger Kandidat“, hatte Ludwig zuvor der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Ludwig feierte am Dienstag seinen 49. Geburtstag. Ludwig hatte zwar schon am Wochenende durchblicken lassen, dass er für das Amt bereitstehe. Er wurde aber erst am Dienstag offiziell vom Vorstand gefragt, wie aus Fraktionskreisen verlautete.

Nach der Ernennung durch Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) soll Ludwig bereits am Donnerstag im Landtag vereidigt werden. Der 49-Jährige wäre damit der dritte Brandenburger Justizminister innerhalb von zweieinhalb Jahren.

Nachfolger für Helmuth Markov

Stefan Ludwig wird Nachfolger von Helmuth Markov (Linke), der am vergangenen Freitag wegen einer Dienstwagen-Affäre zurückgetreten war. Der Diplom-Jurist soll sich bereits Ende 2013 nach dem Rücktritt von Markovs Vorgänger Volkmar Schöneburg vergeblich um das Amt bemüht haben.

Biografie Stefan Ludwig

Stefan Ludwig ist am 26. April 1967 in Königs Wusterhausen geboren worden. Ab 1985 studierte er Wirtschaftsrecht an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und schloss das Studium 1989 als Diplom-Jurist ab. Nach der Wiedervereinigung arbeitete er bei der Deutschen Bundespost und war Vertrauensobmann in der Deutschen Postgewerkschaft. Ludwig ist seit der Wende in der Politik. Als Parteiloser wurde er 1990 über die Liste der PDS in den brandenburgischen Landtag gewählt, dem er bis 2002 angehörte. 1998 trat er in die PDS ein. Von 2002 bis 2009 war er hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Königs Wusterhausen. Von 2011 bis 2014 war er Landesvorsitzender der Linken in Brandenburg. Ludwig ist in der Fraktion zuständig für Haushalt, Finanzen und Kommunalpolitik. Stefan Ludwig ist verheiratet und hat vier Kinder.

Absage von Gregor Gysi

Auf der Suche nach einem neuen Justizminister haben die Brandenburger Linken nach einem Bericht der “Bild“-Zeitung zudem eine sehr prominente Absage bekommen. Demnach hat Gregor Gysi seinen brandenburgischen Parteifreunden eine Absage erteilt. Kommentieren wollte dieser den Vorgang aber nicht. “Darüber haben wir Stillschweigen vereinbart“, wird er zitiert. „Mit 68 tue ich mir das nicht mehr an.“» Gysis Pressesprecher Hendrik Thalheim wollte den Bericht weder bestätigen noch dementieren.

Von MAZonline

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