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Brandenburgs Kitas schneiden schlecht ab

Studie Brandenburgs Kitas schneiden schlecht ab

Keine große Überraschung: Brandenburgs Kitas schneiden im Ländervergleich schlecht ab. Es fehlt an Betreuungspersonal und pädagogischer Qualität. Eine Eltern-Initiative fordert mehr Investitionen und den beitragsfreien Kita-Besuch. Doch in der rot-roten Landesregierung gibt es dazu unterschiedliche Auffassungen.

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Quelle: dpa

Potsdam. Zu wenig Personal, Nachhilfebedarf in Sachen Bildung und anhaltender Unmut bei den Eltern: Brandenburgs Kitas schneiden im Ländervergleich schlecht ab. Laut der aktuellen NUBBEK-Studie, die am Donnerstag im Bildungsausschuss das Landtags vorgestellt wurde, ist der Erzieher-Kind-Schlüssel im Gegensatz zu anderen Ländern „ungünstig“. „Unübersehbare Schwächen“ sieht die Untersuchung in den „kognitiv-schulvorbereitenden Anregungsbereichen“ – also bei der frühkindlichen Bildung.

Kostenlose Kita

Sollte der Kita-Besuch in Brandenburg beitragsfrei sein?

Dieser Befund deckt sich mit der Wahrnehmung vieler Eltern. Sie sind laut Studie im Vergleich zu anderen Bundesländern deutlich unzufriedener mit der Qualität der Kita-Erziehung. „Wir fordern mehr Investitionen“, sagte Danilo Fischbach, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Kitas im Landeselternrat und Vorsitzender einer Bürgerinitiative, die sich für den kostenlosen Kita-Besuch einsetzt und dafür 14 000 Unterschriften gesammelt hat. „Beitragsfreiheit und Qualität schließen sich nicht aus“, erklärte Fischbach weiter. Unterstützt wird das Anliegen auch von der bundesweiten Elternvertretung BEVKi.

Brandenburgs rot-rote Landesregierung ist in der Frage gespalten. Die Linke dringt darauf, den Einstieg in die Beitragsfreiheit mit einem kostenfreien Vorschuljahr zu schaffen. Die Mittel sollen aus dem gerichtlich gekippten Betreuungsgeld kommen. Die SPD ist skeptisch, Bildungsminister Günter Baaske warnt vor Mehrkosten im Millionenbereich. Der Betreuungsschlüssel soll dagegen weiter gesenkt werden: bei den Unterdreijährigen von derzeit 1:5,5 auf 1:5. Primus Baden-Württemberg schafft laut Bertelsmann-Ländermonitor eine Quote von 1:2,9.


Von Bastian Pauly

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