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Brandenburg Brandenburgs Linke im Umbruch
Brandenburg Brandenburgs Linke im Umbruch
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05:50 28.11.2016
Harald Petzold (r.) gratuliert Norbert Müller zum Gewinn des Listenplatzes 4. Quelle: Philip Häfner
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Potsdam, Falkensee

Die Affären der Brandenburger Linken-Politiker ziehen derzeit alle Aufmerksamkeit auf sich. Leicht übersieht man dabei, welche innere Umwälzung die Partei gerade durchmacht: Die Metamorphose von der PDS-Nachfolgeorganisation mit ihrem zu DDR-Zeiten sozialisierten, ausgebildeten und zu fleißiger Parteiarbeit disziplinierten Personal hin zu einer jungen linken Alternative zu Grünen und SPD.

Allem Ärger zum Trotz hat die Partei sich auf diesem Weg ein Stückchen voranbewegt am Samstag: Sie nominierte gegen große Bedenken vieler Mitglieder die parteilose Netzaktivistin Anke Domscheit-Berg und signalisierte: Linke Politik könnte mehr sein als Kitaessen, Schwester Agnes und Flüchtlings-Solidarität.

Gleichzeitig verschafften die Delegierten dem erst 30 Jahre alten Potsdamer Linksaußen Norbert Müller einen aussichtsreichen Startplatz für die Bundestagswahl – und das trotz Müllers freizügiger Inanspruchnahme des Fraktions-Fahrdienstes.

Die Personalie Müller hat eine eigene Logik: Der junge Vater steht der Antifa nahe, erreicht jenes Spektrum an Globalisierungskritikern und heimatlosen Junglinken, zu dem die verbürgerlichten Grünen und Sozialdemokraten keinen Draht mehr finden.

Außerdem ist Müller tatsächlich ziemlich standhaft in seinem Kampf gegen die Potsdamer Rechtsextremen der Pogida-Bewegung. In der Falkenseer Stadthalle war es nicht zu übersehen: Die Windjacken werden weniger bei der Linken, die Kapuzenpullis nehmen zu.

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