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Brandenburgs Linke will Kiffen legalisieren

Parteitag Brandenburgs Linke will Kiffen legalisieren

Die Linke will die Eigenbedarfsgrenze für Cannabis in Brandenburg deutlich erhöhen und mindestens auf Berliner Niveau anheben. Außerdem will sich die Linke bei ihrem Parteitag am Sonntag attraktiver für Frauen machen. Dazu soll künftig „leiser“ und „nachdenklicher“ diskutiert werden.

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Brandenburgs Linke will den Weg zum Joint erleichtern.

Quelle: dpa

Potsdam. Brandenburgs Regierungspartei Die Linke zeigt ein Herz für Kiffer: Bei einem Parteitag am Sonntag steht ein Antrag zur Diskussion, der ein „Umdenken im Umgang mit Cannabis“ fordert. „Die bisherige Politik der Prohibition ist gescheitert“, heißt es. Brandenburg soll sich mit einer Bundesratsinitiative für eine regulierte Abgabe von Cannabis einsetzen.

Außerdem soll die sogenannte Eigenbedarfsgrenze in Brandenburg von derzeit sechs Gramm auf das Berliner Niveau von 15 Gramm erhöht werden. Unterhalb dieser Grenze wird die Staatsanwaltschaft in der Regel nicht tätig, wenn jemand mit den Drogen erwischt wird – es sei denn, es gilt ein besonderes öffentliches Interesse an der Strafverfolgung. Das ist etwa dann der Fall, wenn jemand das Kiffen in „prahlerischer Weise“ zur Schau stellt und somit Kinder und Jugendliche zum Drogenkonsum animiert. Zugleich soll die Suchtberatung in Brandenburg gestärkt werden.

Leiser diskutieren, damit Frauen in die Partei kommen

Bei ihrem Parteitag diskutiert die Linke auch darüber, wie mehr Frauen für die Politik begeistert werden können. Dazu sollen Parteidokumente künftig grundsätzlich in sogenannter gendergerechter Sprache verfasst werden. Außerdem soll sich die Diskussionskultur in der Partei ändern, und zwar durch eine „andere Kommunikation“, wie es in einem Antrag heißt: „leiser, nachdenklicher, offener, fragender und zuhörender“ sollen die parteiinternen Sitzungen künftig ausgerichtet werden.

Der Frauenanteil im Brandenburger Landesverband der Linken beträgt 44 Prozent. Da er allerdings bei den Neumitgliedern deutlich niedriger ist, befürchtet die Partei, dass der Frauenanteil in den kommenden Jahren kontinuierlich sinkt.

Von Torsten Gellner

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