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Brandenburgs Politiker belieben zu scherzen

April, April? Brandenburgs Politiker belieben zu scherzen

Das Havelland soll verkleinert werden, um endlich die Hochwassersorgen los zu werden. Die Lausitz soll sich die sächsischen Nachbargemeinden einverleiben. Mit derlei revolutionären wie umstrittenen Vorschlägen haben sich Landespolitiker in Brandenburg zu Wort gemeldet. Hoffentlich nur im Scherz, oder?

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Der 1.April ist der Tag der Scherze.

Quelle: dpa

Potsdam. Der 1. April ist auch für Brandenburgs Politiker kein Tag wie jeder andere. Sie belieben zu scherzen, wohl auch, weil es sonst so wenig zu lachen gibt. Pünktlich zum 1. April erreichten uns mehrere Pressemitteilungen, die politischen Sprengstoff enthalten würden – wären sie nicht offensichtlich im Scherz verfasst worden. Aber wer weiß, vielleicht meinen die das ja auch ernst...

Grüne: Havelland soll verkleinert werden

Petra Budke, Landeschefin der Grünen und Kandidatin für den Havelland-Landratsposten, fordert: „Kreis Havelland muss verkleinert werden“. Aus „gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen“ habe sie erfahren, so Budke in einer Pressemitteilung zum 1. April, dass zurzeit in der Kreisverwaltung Havelland intensiv über eine Verkleinerung des Kreisgebiets nach der Reform durch die rot-rote Landesregierung diskutiert werde. Sie selbst befürworte eine solche Mini-Version des Havellands: „Denn schon jetzt ist absehbar, dass die Havel mit ihren vielen Überschwemmungen weiterhin viele Probleme verursachen wird“, so Budke.

Das Westhavelland

Das Westhavelland: künftig Teil Sachsen-Anhalts?

Quelle: dpa-Zentralbild

Die Havel ziehe kaum Touristen an. Stattdessen würden sich Biber und Kraniche unkontrolliert vermehren und sogar Wölfe in die Region gelockt. Da man sie nicht abschießen dürfe und es schwierig sei, die Grenzen dicht zu machen, sei es besser, die Havelregion aus dem Kreisgebiet herauszulösen und den Nachbarkreisen oder besser noch Sachsen-Anhalt zuzuschlagen.

Linke: Lausitz soll vergrößert werden

Auch Finanzminister Christian Görke (Linke) beliebt zu scherzen und zwar ebenfalls mit der Kreisgebietsreform, die viele sonst eher wenig lustig finden. In einer Pressemitteilung seines Hauses spricht er sich für eine Erweiterung der Lausitz um den sächsischen Teil aus. „Es würde zusammenwachsen, was historisch und geographisch zusammengehört“, so Görke. Bis 1990 hätten ja die damaligen Kreise Hoyerswerda und Weißwasser dem Bezirk Cottbus angehört, sich aber 1990 in einer Abstimmung für die Zugehörigkeit zum Freistaat Sachsen entschieden.

Der Vorteil, laut Görke: „Wir könnten bei Fragen wie der Zukunft der Braunkohle oder dem Strukturwandel auch künftig Politik aus einem Guss anbieten, die allen Betroffenen gleichermaßen zu Gute käme“, sagte er.

Züchtig auf der Erotik-Messe

In den Reigen der Spaßmacher reihen sich auch die Veranstalter der Erotikmesse Venus ein, die jedes Jahr im Herbst unter dem Berliner Funkturm stattfindet. In diesem Jahr zum 20. Jubiläum herrsche ein Nacktverbot, hieß es in einer Mitteilung. „Nach so vielen Jahren nackter Erotik haben wir uns jetzt entschlossen, neue Reizpunkte zu setzen“, wird ein Sprecher zitiert. „Außerdem klagten viele Damen in den letzten Jahren über Erkältungen. Hier müssen wir unserer Sorgfaltspflicht stärker nachkommen. Auch die Energiekosten in den Hallen können wir dank dieser Maßnahme drastisch senken.“ Eine Nachricht, die wohl auch bei den Grünen für Zustimmung sorgen würde – wäre nicht der erste April.

Amazon bietet Rohrpost für Prime-Mitglieder

Auch hierbei kann es sich nur um einen Scherz handeln: Der Internetriese Amazon richte für Prime-Kunden in Berlin mit „Prime Rohrpost“ eine neue Lieferoption ein, heißt es in einer Pressemitteilung vom 1. April. “Ab Sommer 2016 wird das Berliner Rohrleitsystem die Zustellung von einer Vielzahl kleinerer Produkte via Prime Rohrpost innerhalb einer Stunde ermöglichen. Die ehemaligen Berliner Baustellenleitungen werden mit einem Rohrpost-Druckluftsystem ausgestattet, so dass Lieferungen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 km/h an verschiedene Prime-Abholstellen im Stadtgebiet transportiert werden“, steht in der Mitteilung. Wer’s glaubt...

Von MAZonline

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