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Brandenburgs oberster Polizist im Amt

Mörke sieht Imageproblem bei Polizei Brandenburgs oberster Polizist im Amt

Hans-Jürgen Mörke ist nun auch offiziell Brandenburgs Polizeipräsident. Innenminister Schröter hat ihn am Dienstag ins Amt eingeführt. Er hat 2014 das Amt bereits kommissarisch geführt. Er will die Polizei neu aufstellen – aber das ist nicht alles, was er sich vorgenommen hat.

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Hans-Jürgen Mörke ist nun offiziell in sein Amt als Brandenburgs Polizeichef eingeführt worden.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Hans-Jürgen Mörke ist nun auch offiziell zum neuen Polizeipräsidenten von Brandenburg ernannt worden. Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) bescheinigte ihm am Dienstag in der Landeshauptstadt bei der feierlichen Amtseinführung Umsicht, Kompetenz und fachliche Professionalität.

„Ich habe Herrn Mörke in den vergangenen Monaten schätzen gelernt. Er ist ein gestandener Polizist. Er kann auf umfangreiche Führungserfahrungen zurückschauen. Ich bin mir sicher, dass er das sehr wichtige Amt mit hoher Professionalität ausüben wird“, betonte der Minister.

Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke hat seine Mitarbeiter am Dienstag bereits auf Veränderungen eingeschworen. Es gehe darum, die Polizei im Land neu und zielorientierter aufzustellen, sagte er. Die Behörde habe ein „Imageproblem“, an dem sie nicht ganz unschuldig sei, erklärte der 61-Jährige.

Mörke kämpft gegen rechte Gewalt

Mörke hatte den Posten bereits kommissarisch übernommen, als sein umstrittener Vorgänger Arne Feuring im vergangenen Herbst Innenstaatssekretär geworden war. Der neue Polizeichef, der sein Amt offiziell am 1. August antritt, hatte sich zuletzt deutlich von Feuring distanziert und auch die Polizeireform kritisiert, die aus seiner Sicht zu Personalmangel geführt habe.

Die Brandenburger Polizei war zuletzt unter anderem wegen Manipulationsvorwürfen bei der Kriminalstatistik und womöglich einseitigen Ermittlungen im Maskenmann-Fall in die Kritik geraten. Als künftige Schwerpunkte der Arbeit nannte Mörke die Bekämpfung von islamischem Terrorismus und politisch motivierter Kriminalität - insbesondere von Rechts. Aber auch die Sicherheit an der Grenze zu Polen, Einbrüche im Berliner Umland und der Schutz von Asylbewerbern gehörten für ihn dazu.

Brandenburgs Polizei steht deshalb nun vor einer Herausforderung. „In einer solchen Lage sind langjährige Erfahrung und genaue Kenntnis der Polizei in Brandenburg von besonderer Bedeutung. Beides bringt der neue Polizeipräsident mit“, sagte Schröter. Nach Jahren tiefgreifender Veränderungen sei es zudem wichtig, nicht neue Unruhe zu erzeugen. „Die Polizei muss sich auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren können. Sie braucht Verlässlichkeit. Wir dürfen nicht ständig alles verändern wollen.“ Wunder solle man aber nicht erwarten, Erfolge stellen sich nur durch harte Arbeit ein, so der Minister.

Polizeichef blickt auf lange Polizeilaufbahn zurück

Mörke wurde 1954 in Bützow (Mecklenburg-Vorpommern) geboren. In den 1970er Jahren trat er in den Dienst der DDR-Volkspolizei ein. Ende der 1980er Jahre leitete er das Volkspolizeikreisamt in Nauen. 1991 übernahm er die Leitung des Schutzbereichs Oberhavel der Polizei Brandenburg. Es folgten weitere Verwendungen in leitender Funktion im Polizeidienst in Oranienburg, Frankfurt (Oder) und Potsdam. Seit 2011 leitete Mörke den Behördenstab des neuen Polizeipräsidiums des Landes Brandenburg. Ende Juni stimmte das Kabinett seiner Ernennung zum Polizeipräsidenten zu.

Von MAZonline

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