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Brandenburg Brandenburgs Polizisten nah am Burnout
Brandenburg Brandenburgs Polizisten nah am Burnout
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09:32 22.09.2015
Polizisten bei der Ankunft von Flüchtlingen in Eisenhüttenstadt. Quelle: dpa
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Potsdam

Angesichts stark steigender Flüchtlingszahlen hat die Belastung der Polizei in Brandenburg spürbar zugenommen. Immer mehr Polizei-Streifen bewachten geplante oder schon bewohnte Flüchtlingsunterkünfte und seien bei Veranstaltungen oder Demonstrationen vor solchen Gebäuden dabei, sagte der Gewerkschaftssekretär der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Brandenburg, Michael Peckmann. Auch bei Auseinandersetzungen zwischen Bewohnern sei die Polizei zunehmend gefragt.

Andere Aufgaben bleiben liegen

„Es können so andere Aufgaben nicht mehr erfüllt werden - zum Beispiel das Aufklären und Bearbeiten von Wohnungseinbrüchen“, so Peckmann.

„Und die Zeiten, bis die Polizei bei anderen Fällen eintrifft, etwa bei Unfällen, werden länger“, sagte der Gewerkschafter.

Zahl der Überstunden steigt

Die angehäuften Überstunden seien stark gestiegen. Eine genaue Zahl gibt es nach seinen Worten nicht. Die Belastung sei enorm, sagte Peckmann.

Gewerkschaft fordert politisches Signal

Peckmann forderte: „Der Personalabbau bei der Polizei muss gestoppt werden. Das ist erkannt: Aber wir brauchen jetzt ein klares politisches Signal.“

Innenministerium sieht die Problematik

Der Sprecher des Innenministeriums, Ingo Decker, erklärte, zunehmend seien auch unvorhersehbare Aufgaben zu bewältigen. Diese ergäben sich etwa daraus, „dass zahlreiche Flüchtlinge auf eigene Faust in Deutschland unterwegs sind, dann aber irgendwann nicht mehr weiter wissen, an Bahnhöfen oder Taxiständen aufgegriffen werden oder sich selbst bei einer Polizeidienststelle melden“.

Mit dem Flüchtlingszustrom habe auch die Anzahl rechtsextremistischer Versammlungen zugenommen, die polizeilich begleitet werden müssten, betonte Decker. Auch die Anzahl ausländerfeindlicher Straftaten steige. „Eine aus unterschiedlichen Gründen spürbar steigende Belastung der Polizei infolge der aktuellen Flüchtlingsproblematik lässt sich daher nicht in Abrede stellen.“

Von dpa

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