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Brandenburgs Rekord-Wels war Vegetarier

Fisch des Jahres 2017 Brandenburgs Rekord-Wels war Vegetarier

Angel-Rekord im Land Brandenburg: Ein 220 Zentimeter großer Wels ging Haymo Kleitz im Göhlensee bei Neuzelle (Oder-Spree) an die Mais-Angel. Mit seinem Prachtfang beteiligt er sich an der Aktion „Fisch des Jahres 2017“.

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Haymo Kleitz mit seinem Pracht-Wels.

Quelle: privat

Schenkendöbern/Potsdam. Es gibt einen neuen Angel-Rekord in Brandenburg. Haymo Kleitz hat den Rekordwels gefangen. Das Tier hat eine Länge von 220 Zentimetern.

Welse fängt der Angler eigentlich mit Fischen oder Würmern als Köder. Am Göhlensee (Oder-Spree) bei Neuzelle scheint alles anders zu sein. Dort setzen die Raubfisch-Angler verstärkt auf Mais als Wunder-Köder. Und tatsächlich hat Haymo Kleitz seinen Rekord-Riesenwels auf eine Kette aus Maiskörnern gefangen.

Haymo Kleitz mit dem 220 cm großen Wels

Haymo Kleitz mit dem 220 cm großen Wels.

Quelle: privat

„Das ist hier nichts Ungewöhnliches!“, so der passionierte Angler. Er selbst hat bereits mehrere große Zander an den mit Maiskörnern bestückten Haken bekommen. Seine Theorie: Das reichhaltige Anfüttern mit Mais und Boilies durch die Karpfenangler hat alle anderen Fische auch auf den Geschmack gebracht. Bevor die Raubfische aufwendig auf die Jagd nach kleinen Fischen gehen, bekommen sie durch den Mais einen nährstoffreichen Köder praktisch gratis serviert.

Raubfisch Wels

Der Europäische Wels oder Flusswels (Silurus glanis) ist der größte reine Süßwasserfisch Europas und neben dem Aristoteleswels (Silurus aristotelis) die einzige europäische Art aus der Familie der Echten Welse (Siluridae). Regional wird er auch als Waller oder Schaidfisch sowie mit Abwandlungen dieser Namen bezeichnet. In Deutschland ist er mittlerweile, zur Freude und zum Ärger der Angler, weit verbreitet.

Welse sind vorwiegend nacht- und dämmerungsaktive Raubfische, die sich von lebenden und toten Fischen, aber auch von Wirbellosen und gelegentlich von kleinen Wasservögeln und Säugetieren ernähren.

Die Größe der Fische ist meist abhängig von ihrem Lebensraum. Die Tiere wachsen zeitlebens und können somit deutlich das Normalmaß von etwa 1,5 Metern überschreiten. Berichte erwähnen Längen von bis zu drei Metern und ein Gewicht von 150 Kilogramm.

Aus dem 18. und 19. Jahrhundert liegen Angaben über deutlich größere Tiere vor. Im Dnepr in der Ukraine sollen Welse von bis zu fünf Metern und mehr als 300 Kilogramm gefangen worden sein. 1731 wurde ein Fisch ohne Eingeweide mit 375 Kilogramm gewogen.

Zur MAZ-Aktion Fisch des Jahres 2017 wurden bislang drei Welse gemeldet (Stand Anfang November). (Michael Hübner)

Der See ist zum Schlaraffenland für alle Fische geworden. Besonders kräftig wirkt der gefangene Wels nicht, wie er da so am Haken hängt, dennoch musste Haymo gut eine Stunde mit dem Fisch „kämpfen“. Als er ihn im flachen Wasser kurz vor der Landung hatte, befreite sich der Fisch vom Haken. Aufgeben kam nicht in Frage, mit schnellen Griffen, zu guter Letzt sogar in das große Maul des Tieres, gelang es, den Wels an Land zu hieven.

Da der Göhrensee bekannt ist für seine eigentlich zu zahlreich eingesetzten Welse, die trotz „Maisfütterung“ den Fischbestand stark reduzieren, fiel es Haymo nicht schwer, den Fisch für die Küche zu portionieren. Und geschmeckt hat er, behauptet der glückliche Angler: gegrillt, gebraten und geräuchert. Und zu einem guten Fang, gehört natürlich auch die Meldung zur Aktion „Fisch des Jahres“, meint der glückliche Angler.

MAZ-Aktion „Fisch des Jahres 2017“

Wettbewerb: Sie haben in diesem Jahr einen besonderen Fang gemacht? Dann machen Sie mit bei der Aktion „Fisch des Jahres 2017“ der MAZ, des Landesangerverbandes Brandenburg und des Fachgeschäftes Angeljoe. Wir suchen Ihre längsten gefangenen Fische aller nicht total geschonten Arten. Gewertet werden Fänge bis zum 31. Dezember 2017.

Sonderkategorie: In der Sonderkategorie „Fische aus deutscher Ostsee und Bodden“ muss der Fisch von Brandenburger Anglern gefangen worden sein.

Gewinner: Die Gewinner können sich auf attraktive Preise und ein Fest im Frühjahr 2018 freuen. Außerdem verlosen wir unter allen Teilnehmern Angelausrüstungen.

Schöne Angelfotos: Sie haben keinen großen Fang gemacht, aber dennoch schöne Angelfotos? Auch über solche Fotos freuen wir uns.

Fotos einsenden: Ihre Fotos senden Sie per E-Mail an fischdesjahres@maz-online.de oder per Post an Märkische Allgemeine, „Fisch des Jahres“, Friedrich-Engels-Str. 24, 14473 Potsdam. Oder Sie laden Ihre Fotos direkt im Internet über das Fototool hoch.

> Infos zum Fototool und noch viel mehr auf der Themenseite „Fisch des Jahres“

Von Michael Hübner

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