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Brandenburgs Rentner freuen sich über Plus

Rentenanstieg Brandenburgs Rentner freuen sich über Plus

In Brandenburg stößt die Aussicht auf ein kräftiges Renten-Plus im kommenden Jahr für die rund 700 000 Senioren auf ein positives Echo. – Auch wenn die Erhöhung um rund fünf Prozent nur ein „kleinen Schritt“ zur Angleichung der Rentenwerte in Ost und West ist.

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Senioren können 2016 mit mehr Geld im Portemonnaie rechnen.

Quelle: dpa

Potsdam/Berlin. In Brandenburg ist die Aussicht auf ein kräftiges Renten-Plus im kommenden Jahr für die rund 700 000 Senioren auf ein positives Echo gestoßen. „Wir begrüßen das außerordentlich“, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Seniorenrats des Landes Brandenburg, Marlies Jensen. Dies sei auch „ein kleiner Schritt“, die Rentenwerte Ost an die Rentenwerte West anzugleichen. Jensen sprach überdies von einer Entlastung für die Rentner angesichts steigender Lebenshaltungskosten, zumal 2016 eine Erhöhung der Beiträge der Krankenkassen und der Pflegeversicherung geplant sei.

Experten gehen von einer Anhebung der Renten im Osten um fünf Prozent aus. Als Gründe werden die gute Wirtschaftslage, der hohe Stand der Beschäftigung und ein statistischer Sondereffekt genannt. Das Bundessozialministerium teilte am Donnerstag mit, dass es sich bei den in der „Frankfurter Rundschau“ genannten Berechnungen lediglich um Schätzungen handele. Die für die Berechnung erforderlichen Daten würden erst im Frühjahr 2016 vorliegen. Erst dann könne die im Sommer anstehende Rentenanpassung errechnet werden.

Sozialminister Diana Golze (Linke) sagte der MAZ, sie freue sich über die geplante Erhöhung mit den Senioren im Land. Die Rente sei schließlich die wichtigste Lebensgrundlage im Alter. Leider seien aber die Renten in den vergangenen Jahren hinter den Löhnen zurückgeblieben, betonte die Ministerin. Aufgabe müsse es weiterhin sein, dafür zu sorgen, dass die Rentenwerte in Deutschland vereinheitlicht werden.

Die Landesgeschäftsführerin der Volkssolidarität Brandenburg, Roswitha Orban, erklärte: „Das ist eine gute Nachricht und bedeutet für Rentner eine Verbesserung ihrer Situation.“Allerdings sei damit das Thema Altersarmut im Osten nicht vom Tisch.

Nach der vorläufigen Schätzung vom Juli könnten die Altersbezüge im Osten um 5,03 Prozent und im Westen um 4,35 Prozent steigen. Derart kräftige Anhebungen hatte es zuletzt vor 22 Jahren gegeben. Wer 1000 Euro Rente bekommt, dürfte also am 1. Juli kommenden Jahres gut 40 Euro mehr erhalten. Bei 1400 Euro wären es gut 56, bei 1600 Euro gut 64 Euro mehr.

Der Rentenversicherungsbericht 2014 war bereits von einer Anpassung von 4,5 Prozent in den westdeutschen Bundesländern 2016 ausgegangen. Ein Sprecher der Deutschen Rentenversicherung Bund sagte: „Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir noch mehrere Unbekannte.“ Dazu zähle, wie sich die Löhne in diesem Jahr entwickeln werden.

Von Igor Göldner

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