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SPD-Fraktionschef Klaus Ness ist tot

Nach Zusammenbruch gestorben SPD-Fraktionschef Klaus Ness ist tot

Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Brandenburger Landtag, Klaus Ness, ist tot. Er ist am Donnerstagabend im Landtag zusammengebrochen und am frühen Freitagmorgen im Krankenhaus gestorben. Ness wurde nur 53 Jahre alt. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Politiker aller Parteien sind bestürzt.

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Klaus Ness.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Er war einer der bedeutendsten SPD-Politiker Brandenburgs. Klaus Ness, Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokraten im Landtag, ist am frühen Freitagmorgen gestorben. Das hat Vize-Landtagspräsident Dieter Dombrowski am Freitag mitgeteilt.

Ness ist am Donnerstagabend im Landtag zusammengebrochen und ins Krankenhaus gebracht worden. Er ist in der Nacht zu Freitag, um 0.50 Uhr im Ernst-von-Bergmann-Klinikum gestorben. Die Ärzte konnten sein Leben nicht mehr retten.

Bestürzte SPD-Fraktion

Die SPD-Fraktion zeigte sich vom Tod ihres Vorsitzenden bestürzt. Sie will am Freitag zusammenkommen, um ihres Vorsitzenden zu gedenken.

„Klaus Ness wird uns als großartiger Mensch, leidenschaftlicher Brandenburger, großer Sozialdemokrat und kluger Ratgeber in Erinnerung bleiben“, sagte der Sprecher der Fraktion, Gerold Büchner, am Freitag.

Politiker leisteten Erste Hilfe

Nach seinem Zusammenbruch im Landtag leisteten die Grünen-Abgeordnete Ursula Nonnemacher und der CDU-Politiker Michael Schierack (beides Ärzte) Erste Hilfe. Dann wurde er mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Von Peine nach Brandenburg

Brandenburgs SPD-Fraktionschef Klaus Ness gehörte nach Jahrzehnten im Regierungslager zu den wichtigsten Führungskräften der Sozialdemokraten im Land. Als Fraktionschef der SPD im Landtag scheute sich der Kettenraucher auch nicht vor Seitenhieben. Dabei verschonte er weder die Opposition noch den SPD-Regierungspartner von der Linken.

Der 53-Jährige galt als Stratege und Mitgestalter vieler SPD-Wahlerfolge in Brandenburg. Er war lange Landesgeschäftsführer und Generalsekretär. Als der damalige Ministerpräsident Matthias Platzeck 2005 für wenige Monate SPD-Bundesvorsitzender war, begleitete Ness ihn als Abteilungsleiter ins Berliner Willy-Brandt-Haus.

Nachdem Dietmar Woidke als Platzecks Nachfolger Ministerpräsident wurde, wurde Ness 2013 Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag. Seine Wiederwahl 2014 war problemlos.

Schon mit 15 Jahren trat der spätere Diplom-Pädagoge den Sozialdemokraten bei. Er wurde 1962 in Peine geboren, fühlte sich aber längst als „echter Brandenburger“. Er war mit der Diplomingenieurin Martina Gregor-Ness aus Senftenberg verheiratet, die für die SPD im Kreistag Oberspreewald-Lausitz sitzt.

Ness ist einer der wichtigsten SPD-Politiker Brandenburgs

Die Brandenburger SPD verliert mit Ness einen wichtigen Strategen und Mitgestalter vieler SPD-Wahlerfolge in Brandenburg. Er war lange Landesgeschäftsführer und Generalsekretär. Als Ministerpräsident Matthias Platzeck 2005 für wenige Monate SPD-Bundesvorsitzender war, begleitete ihn Ness als Abteilungsleiter ins Berliner Willy-Brandt-Haus.

Ministerpräsident Woidke zeigt sich tief bestürzt

Brandenburgs Ministerpräsident und SPD-Landesvorsitzende Dietmar Woidke (SPD) zeigt sich vom Tod seines Parteifreundes tief bestürzt. „Wir sind tief geschockt vom plötzlichen und viel zu frühen Tod unseres Fraktionsvorsitzenden, Genossen und Freund Klaus Ness. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau und seinen Angehörigen“, sagte er. Mit Ness verliere die SPD einen ihren wichtigsten Köpfe. Auf Facebook schrieb Woidke, er habe einen guten Freund verloren.

Woidkes Mitteilung im Wortlaut

„Die Brandenburger SPD trauert um Klaus Ness. Wir sind tief geschockt vom plötzlichen und viel zu frühen Tod unseres Fraktionsvorsitzenden, Genossen und Freund Klaus Ness. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau und seinen Angehörigen. Mit Klaus Ness verliert die Brandenburger SPD einen ihrer prägenden Köpfe. Sein Tod schmerzt uns sehr. Er hinterlässt eine große Lücke. Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist der Name Klaus Ness mit unserem SPD-Landesverband und dem Land Brandenburg verbunden. Als Mitarbeiter, Landesgeschäftsführer und Generalsekretär der SPD Brandenburg sowie als Abgeordneter und Fraktionsvorsitzender im Brandenburger Landtag hat sich Klaus Ness für die SPD und unser Land Brandenburg sehr verdient gemacht. Politisch besonders wichtig war ihm stets der Einsatz für ein gerechtes Bildungssystem. Gleiche Chancen für alle Kinder, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern – das war für ihn immer eines seiner zentralen Ziele. Unvergesslich ist auch sein Kampf gegen jede Form des Rechtsradikalismus in Deutschland und Brandenburg. Wir fühlen uns seinen Zielen verpflichtet und werden sein Andenken in Ehren halten.“

Bestürzte Reaktionen am Freitag

Am Freitag äußerten sich zahlreiche Politiker aus allen Parteien bestürzt über den Tod von Klaus Ness.

Eine Übersicht finden Sie hier.

Von MAZonline

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