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Brandenburg Brandenburgs Senioren sind Sportmuffel
Brandenburg Brandenburgs Senioren sind Sportmuffel
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17:57 13.04.2016
Nordic Walking ist bei vielen Brandenburgern beliebt. Quelle: dpa-Zentralbild
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Potsdam

Die Senioren in Deutschland werden immer fitter: Der Anteil der Vereinssportler in der Altersgruppe der über 60Jährigen ist seit 2001 um ein Drittel gestiegen. Die Brandenburger haben dagegen aber offenbar einen geringen Bewegungsdrang. Sie sind, wenn man einer Auswertung der Initiative „7 Jahre länger“ folgt, bundesweit die größten Sportmuffel. Nur 7,3 Prozent der märkischen Senioren sind Mitglied in einem Sportverein. Zum Vergleich: Bundesweit ist im Schnitt jeder fünfte über 60Jährige (18,8 Prozent) Vereinssportler, Spitzenreiter ist Hamburg, mit einer Quote von 27,9 Prozent.

Mittlerweile treiben demnach rund 4,2 Millionen Deutsche über 60 Jahre Sport in einem Verein – das ist ein Zuwachs von 52 Prozent gegenüber 2001. „Die heutige Generation – die meisten jedenfalls – weiß, dass sie was tun muss“, sagt der Kölner Sportwissenschaftler Ingo Froböse. „Die Älteren sind aktiver und dementsprechend auch gesünder, weil sie eine längere, höhere Lebensqualität auch genießen wollen.“

Starkes Ost-West-Gefälle

Es gibt jedoch ein starkes Ost-West-Gefälle. In den ostdeutschen Ländern ist nicht einmal jeder zehnte Senior sportlich aktiv. Das hat laut der Initiative auch mit der Wende zu tun: Mit dem Mauerfall seien viele staatlich und betrieblich organisierte Sportangebote weggefallen.

Insgesamt sind deutlich mehr Männer in Sportvereinen aktiv als Frauen. Aber man muss laut der Initiative nicht zwangsläufig Vereinsmitglied sein, um sportlich aktiv zu sein. Laut einer Forsa-Umfrage geben rund 60 Prozent der 65 bis 75-Jährigen an, mehrmals in der Woche körperlich aktiv zu sein.

Hinter der Initiative „7 Jahre länger“ steht der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft mit dem Ziel, das Bewusstsein zu schärfen, dass die Menschen immer länger leben und länger fit bleiben. Für die Studie wurden Daten des Statistischen Bundesamtes und des Deutschen Olympischen Sportbunds ausgewertet.

Von MAZonline

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