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Brandenburg Märkischen Volkshochschulen fehlt es an Lehrern
Brandenburg Märkischen Volkshochschulen fehlt es an Lehrern
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08:28 18.08.2018
Symbolbild. Brandenburgs Volkshochschulen suchen händeringend nach Dozenten. Quelle: Burlingham - Fotolia
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Potsdam

Dozenten gesucht! Die Volkshochschulen Brandenburgs suchen in einigen Regionen händeringend nach Dozenten. „Gerade in den berlinfernen Regionen gibt es Probleme, geeignete Dozenten zu finden“, erklärt die Vorstandsvorsitzende des Brandenburgischen Volkshochschulverbands, Carola Christen, der Deutschen Presse-Agentur. Einer der Gründe für den Dozentenmangel sind die niedrigen Honorarsätze.

Diese liegen in Potsdam beispielsweise im Schnitt bei 30 Euro, landesweit jedoch nur bei 19 Euro. Fahrtkosten würden zudem nicht immer erstattet. Auch in der Lehrstätte in Rathenow der Volkshochschule im Landkreis Havelland wird es zunehmend schwieriger, für kleine Fachgebiete wie zum Beispiel weniger geläufige Fremdsprachen noch fachlich qualifizierte Dozenten vor Ort zu finden.

„Textiles Gestalten“ ist in, PC-Kurse sind out

„Thematisch gibt es Bereiche, die periodisch immer mal wieder in Mode kommen und dann zu anderen Zeiten wiederum nicht genügend Teilnehmer-Resonanz finden“, berichtet Kreissprecherin Bianca Lange. So sei gegenwärtig der Themenbereich „Textiles Gestalten“ wieder sehr populär. PC-Kurse fänden dagegen nicht mehr die erhoffte Nachfrage.

In Brandenburg gibt es insgesamt 20 Volkshochschulen. 2017 waren die mehr als 7.600 Kurse gut besucht und insgesamt mehr als 72.000 Teilnehmer schöpften aus der Angebotsvielfalt der Volkshochschulen. Nichtsdestotrotz zeichnet sich ein deutliches Problem ab: Der Mangel an Dozenten oder Geld, sorgt in mehreren Regionen für Probleme.

Besonders im Bereich Sprachen mangelt es an Lehrern

Vor allem im Bereich Sprachen mangelt es der VHS im Landkreis Oder-Spree an Lehrern, die Spanisch, Italienisch oder nordische Sprachen unterrichten, wie Kreissprecher Mario Behnke mitteilt. Kurse mit Spezialsoftware würden auf Grund der hohen Anschaffungskosten und der geringen Nachfrage nicht angeboten.

Insgesamt sind die Volkshochschulen im Land zu 34 Prozent durch ihre kommunalen Träger finanziert, wie die Vorstandsvorsitzende Christen erklärt. Diese Basisfinanzierung falle regional aber durchaus unterschiedlich aus, was sich dann in differenzierten Eingruppierungen der Mitarbeiter und Honorar- und Sachkostenbudgets widerspiegele „Das unterschiedliche und zum Teil niedrige Honorar wird zunehmend zum Problem“, sagt sie. Hoffnung setze der Verband von daher auf das Land. Dessen Zuschüsse machen bisher 15 Prozent der Gesamtfinanzierung der Brandenburgischen Volkshochschulen aus.

Land Brandenburg plant ab 2019 Aufstockung der Fördermittel

„Das Land plant ab 2019, die Fördermittel für die Grundversorgung nach Brandenburgischem Weiterbildungsgesetz aufzustocken“, informiert die Verbandschefin. Für die Einrichtungen konkret würde das eine Förderung von 32 Euro pro Stunde bedeuten. Bisher habe diese bei 22 Euro pro Stunde gelegen. „Das begrüßen wir als entscheidenden Schritt zur Annäherung an das durchschnittliche Bundesniveau“, bekräftigt Christen. Umso weniger könne der Verband jedoch nachvollziehen, dass die Mittel für die Landesorganisationen und Heimbildungsstätten auf niedriger Stufe stagnieren und Investitionen auf Null gesetzt wurden.

Als Ergänzung zum „sozialen Lernort“ und auch mit Blick auf den Dozentenmangel setzen die Volkshochschulen außerdem vermehrt auf „Online-Kurse“. „Das stehen wir noch ganz am Anfang“, sagt Christen. So startet in Falkensee (Havelland) demnächst der „Blended Learning-Kurs Spanisch A2“. „Er findet in einer Mischung aus Präsenz- und Onlinephasen statt“, so Kreissprecherin Lange. Laut Christen werden auch Webinare zur beruflichen Weiterbildung fester Bestandteil des Volkshochschulangebots sein.

Von MAZonline

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